Blue Devils unterliegen dem TSV Erding mit 2:6 - Achte Niederlage in Folge für die Weidener
Harte Kritik am Schiedsrichter

Die Weidener Ralf Herbst, Veit Holzmann und der zweifache Torschütze Marco Pronath (von links in den blauen Trikots) lauern vergeblich vor dem Erdinger Kasten. Die Blue Devils verloren am Sonntag das Kellerduell gegen den TSV Erding mit 2:6. Bild: Gebert
Weiden. (gb) Zwei Drittel sah es für die Blue Devils gegen den TSV Erding nicht schlecht aus, doch im Schlussdrittel kam wie vor einer Woche gegen den EHC Klostersee der Einbruch: Am Ende zogen die Weidener mit 2:6 (2:2, 0:0, 0:4) den Kürzeren, wobei der schwache Hauptschiedsrichter Mario Linnek zweifellos seinen Anteil daran hatte.

"Diese Leistung ist eine Schande fürs deutsche Eishockey", schimpfte Thomas Siller, der Vorsitzende des EV Weiden. Linnek erhitzte die Gemüter durch seine Strafenverteilung - Weiden kassierte 65, die Gäste 14 Minuten. Der Gipfel war die unterschiedliche Regelauslegung bei einer Rauferei zwischen Marius Pöpel und dem Erdinger Rudolf Lorenz in der 57. Minute. Lorenz bekam zwei Minuten, Pöpel musste mit einer Fünfminuten- plus Spieldauerdisziplinarstrafe unter die Dusche.

"Ich freue mich, wieder da zu sein. Natürlich habe ich mir ein anderes Ergebnis vorgestellt", sagte Josef Hefner, der seit Dienstag den erkrankten Fred Carroll vertritt. Das Wichtigste sei, gut defensiv zu spielen. "Das ist uns am Freitag in Sonthofen ein Drittel und heute zwei gelungen. Vielleicht schaffen wir es am Freitag gegen Peiting das ganze Spiel", erklärte Hefner, der seiner jungen Mannschaft großen Kampfgeist bescheinigte. Jeder sei motiviert gewesen. Die Spieler hätten gezeigt, dass sie sich mit dem Verein identifizieren. "Allerdings fehlt ein richtiger Führungsspieler", stellte Hefner fest.

Wieder mit Huber und Herbst

Bei den Blue Devils waren Goalie Daniel Huber und Verteidiger Ralf Herbst wieder dabei. Die Weidener waren im ersten Drittel spielbestimmend, die Erdinger lauerten auf Konter. Marco Pronath brachte die Blue Devils zwei Mal in Führung (2. und 15. Minute), doch die Gäste kamen jeweils schnell zum Ausgleich. Die Torschützen waren Michael Trox (6.) und Colin Mulvey (18.).

Im zweiten Drittel ließ das Niveau auf beiden Seiten deutlich nach. Die Gastgeber waren zwar optisch überlegen, sie leisteten sich aber immer wieder leichte Scheibenverluste in der eigenen Zone und Fehler im Spielaufbau. Chancen gab es, doch der starke Gästekeeper Louis-Vincent Albrecht ließ sich nicht mehr überwinden. Auf der Gegenseite parierte Daniel Huber einen Penalty von Colin Mulvey (25.).

Im Schlussabschnitt versuchten die Weidener zunächst alles, um nach sieben Niederlagen endlich wieder einen Sieg einzufahren. Das 2:3 durch Michael Trox (47.) war dann der Knackpunkt, zumal es Hauptreferee Linnek wie schon in einigen Situationen zuvor nicht gut mit den Devils meinte. Die Erdinger ließen sich nicht lange bitten und Rudolf Lorenz (54.), Bernd Rische (56.) sowie Timo Borrmann (60.) schossen mit drei Powerplay-Toren den am Ende klaren Sieg heraus. "Wir haben heute sehr geduldig gespielt und sind im letzten Drittel belohnt worden", freute sich Gästetrainer John Samanski über die drei Punkte.

Siller auf Spielersuche

Am Freitag, 28. November, um 20 Uhr empfangen die Blue Devils den EC Peiting und am Sonntag, 30. November, treten sie in Deggendorf an. Vielleicht schon mit einem neuen Kontingentspieler für den gefeuerten Vladimir Nikiforov. "Wir wollen die Stelle mit einem Verteidiger besetzen, denn hinten brennt's am meisten", kündigte Siller an. Weiter fehlen werde auf jeden Fall der Kanadier Craig Voakes wegen seiner schweren Gehirnerschütterung. "Er wird am Freitag in Hannover von einem Spezialisten untersucht", sagte Siller.
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