Blühende Visitenkarten

Der Vorgarten ist die Visitenkarte eines Anwesens. Diese Aussage traf bei den Lochauer Gartlern Kreisfachberater Harald Schlöger. Bei der Herbstversammlung gab es zahlreiche Tipps zur Gestaltung.

Kreisfachberater Harald Schlöger erwähnte, dass früher in Städten wegen der Enge nur Kletterpflanzen am Haus oder am schmiedeeisernen Zaun üblich waren. Später entwickelten sich Arbeitersiedlungen mit einheitlichen Vorgärten. Diese mussten oft Straßen weichen und es blieb nur eine Strukturierung durch Einzelbäume übrig. In Städten lockern oftmals nur Grünstreifen etwas auf.

Vor allem in ländlichen Gebieten sind traditionell Zäune und Feldsteinmauern vorzufinden. Möglich sei auch eine funktionsgerechte Gestaltung der Vorbauten mit Dachbegrünung, erläuterte Schlöger. Anbieten würden sich auch Metallzäune mit Blütensträuchern. Dabei müsse sich der Zaun in der Gestaltung unterordnen.

Möglichkeiten der Fassadengestaltung wären Stahlseilsysteme für Kletterpflanzen. Ein Gestaltungsmerkmal sei eine Einfassung mit Buchs. Zugänge könnten von zwei Bäumen eingefasst werden und Rosenbögen wiesen auf Eingänge hin. Sehr gut mache sich auch eine Sitzbank vor dem Haus. Bei Doppelhaushälften sei auch eine gemeinsame Lösung der Vorgartengestaltung möglich.

Geschwungene Pflasterung

Mit Wegeschwenks könne die Haustüre vor unerwünschten Einblicken geschützt werden. Für Wege um das Haus biete sich eine geschwungene Pflasterung an. Als Belagsmaterialien schlug der Kreisfachberater Natursteine, Pflaster und Tretplatten vor. Als reizvoll erweise sich auch die Kombination verschiedener Materialien. Die Platten sollten jedoch nicht zu glatt sein. Ergänzt werden könnten solche Wege mit Leuchten, die auch in der Dämmerung und bei Nacht ein gefahrloses Begehen ermöglichen.

Wichtig sei es, keine zu großen Flächen zu versiegeln. Bei langen Garagenzufahrten biete sich die Möglichkeit, nur die Fahrspuren zu pflastern und den Zwischenraum zu begrünen. Natursteinmauern eignen sich als Abgrenzung. Der Vorgarten könne mit entsprechenden Sitzgelegenheiten auch als Wohngarten genutzt werden.

Zeitlos seien senkrechte Lattenzäune als Abgrenzung der Gärten. Auflockern könne ein schmaler Grünstreifen zwischen Zaun und Fahrbahn. Gut geeignet für Vorgärten sind Obstbäume als Blütenbäume. Sie werden nicht zu groß, da sie im Gegensatz zu Nadelbäumen zurückgeschnitten werden können.

Ein überaus schöner Schmuck sei die Zierkirsche. Aber auch Kugelahorn, Vogelbeere oder Hainbuche wären geeignet. Mit Kletterpflanzen könne eine grüne Wand erzielt werden, betonte Harald Schlöger. Gut an Wänden formbar seien Spalierobstbäume. An sonnigen Wänden gedeihe sogar Wein.

Sommerblumen in Blumenkästen stellen ebenso eine Gestaltungsmöglichkeit dar. Farne und Hortensien lieben den Halbschatten, erklärte der Referent. Pflanzungen sollten jedoch stets mit einer Steinreihe zum Rasen hin abgegrenzt werden.

Verein sagt Dank

Nach dem Vortrag überreichte OGV-Vorsitzender Volker Pöhlmann an Kreisfachberater Harald Schlöger ein Präsent. Ebenfalls mit einem Geschenk bedacht wurde für ihre zuverlässige Unterstützung stellvertretende Vorsitzende Rita Anzer. Ein Präsent erhielt auch das Ehepaar Monika und Werner Kleinhempel für die Spende des Stollens. Blumen bekam Wirtin Uschi Malzer und aus der Hand von Rita Anzer erhielt auch Volker Pöhlmann ein Geschenk. Mit gemütlichem Beisammensein bei Stollen, Plätzchen und Glühwein klang die Herbstversammlung aus.
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