Blühendes Birgland ihr Verdienst

Die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Schwend/Birgland sorgen für eine blühende Gemeinde. Bild: hfz

51 Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Schwend/Birgland kamen in den Gasthof Anni, um den Fachvortrag von Arthur Wiesmet zu verfolgen. Und nicht nur das, anschließend gab es Blumenpreise mit nach Hause. Im Landkreis praktizieren nur noch zwei von 25 OGV diese Tradition.

Vorsitzende Anita Utz freute sich über den Fachmann für Gartenbau und Landespflege, Arthur Wiesmet, der dann auch gleich loslegte, um über "Moderne Pflanzen für junge Gärten" zu informieren. "Was ist modern? 1956 waren dies bepflanzte Bulldogreifen, später dann Waschbetontröge, Jägerzaun und H-Pflaster. Modern ist das, worüber man erst morgen lacht", begann er. Mit einigen Negativbeispielen zeigte er auf, was im Garten vermieden werden soll, "obwohl dies in den Fachzeitschriften angepriesen wird".

Obstbäume im Kreis

Zu empfehlen seien Säulenobstbäume im Kreis, in einer Reihe oder im Dreieck gepflanzt mit Obst, das bei uns gut wachse. Auch Kugelbäumchen der Zwergweide seien sehr robust und im Landkreis weit verbreitet. Eine Hecke mit Schwung, in der Mitte höher und hinten und vorne abgeflacht wirke sehr modern, zum Beispiel mit einer rotlaubigen Buche.

"Eine Kirschlorbeerhecke ist nicht für die nördliche Oberpfalz geeignet. Schwarze Pflanzkübel sind der Tod für jede Pflanze. Diese wirken wie Thermokessel. Sehr vielseitig verwendbar dagegen ist die Eibe und zu Vergiftungen kommt es erst, wenn die Nadeln pfundweise verzehrt werden."

Nach der Kaffeepause bedankte sich die Birgland-Bürgermeisterin Brigitte Bachmann für die vielen schönen Blumen an den Häusern. Diese stellen quasi das Gesicht des Birglands dar.

Anita Utz bedankte sich für den immensen Arbeitsaufwand in Form von Gießen im sehr heißen Sommer und zeigte Achtung vor Älteren, die immer noch Blumen pflegen. Als Sonderpreise wurden Weihnachtsstern-Bäumchen verteilt. Diese sollen nicht zu stark gegossen werden und nicht im Zug stehen. Wärme vertragen sie gut.

Besonders hervorgehoben wurde ein Garten wie "früher", in dem alles querbeet wächst und auch die Hühner ihre Freude haben. Nämlich bei der "Binner Erna" in Riedelhof. Ein besonderer Dank ging an Anja Weiß für die Pflege der Blumen auf dem Kirchplatz in Schwend und an alle, die die Blumen an den zahlreichen Bushäuschen versorgen. Da der OGV keine Weihnachtsfeier organisiert, bildete den Abschluss ein Gedicht über den Weihnachtsstress.
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