Blühstreifen erfreuen Bienen und Menschen - Lob für Initiative gilt den Landwirten
Viel Farbe im Feld

Großes Lob erntete die Familie Dietz (Mitte) aus Großensterz stellvertretend für alle Teilnehmer an der Aktion "Biogas-Landwirte bringen Farbe ins Feld." Mit im Bild Johann Burger (Zweiter von links), sowie (von rechts) Roland Grillmeier, Markus Bäuml, Ely Eibisch und BBV-Geschäftsführer Ulrich Härtl (Fünfter von rechts). Bild: jr
"Biogas kann mehr als nur Mais", sagte Markus Bäuml, vom Fachverband Biogas, als er mit Vertretern des Bauernverbandes und Landwirten die Aktion "Biogas-Landwirte bringen Farbe ins Feld" vorstellte. Er betonte, "70 bis 80 Prozent des Maises sind für die Tierhaltung, der Rest wird Biogas." Dank des Biogases könne Strom und Wärme flexibel zur Verfügung gestellt werden.

Mehr Akzeptanz

Solle die Energiewende gelingen, werde Biogas gebraucht. Bäuml forderte mehr Akzeptanz seitens der Bevölkerung. Mit ein Grund, dass dies künftig gelingen könne sollen die Blühstreifen entlang der Maisfelder sein. Der Sprecher kann sich vorstellen, dass diese Wildblumennutzung noch ausgebaut wird, falls der Staat finanziell nachbessere. Dank galt den Landwirten, die sich bislang uneigennützig an der Aktion beteiligten.

Aus Sicht der Imker wünscht sich Michael Wohlrab, Vorsitzender der Leonberger Imker Blühstreifen von Mai bis August. Manfred Härtl vom Jagdverband sieht darin Vorteile vor allem bei der Jagd auf Niederwild. Weiter sprach er von einer willkommenen Abwechslung in der Flur.

Bauernverbands-Obmann Ely Eibisch bezeichnete die Blühstreifen als eine freiwillige Leistung der Landwirte. Neben Insekten erfreuten sich auch die Menschen daran. Stephan Poersch (AELF Tirschenreuth) freute sich, dass diese Aktion so großen Anklang findet.

Gleichwohl forderte er die Landwirte auf, die Imker, Jäger und Naturschützer mit ins Boot zu nehmen. Bürgermeister Roland Grillmeier gratulierte den Landwirten zu ihrer farbenprächtigen Idee und dankte für ihr Engagement. Bei der intensiven Landwirtschaft dürfe der Naturschutz nicht zu kurz kommen. Grillmeier machte deutlich, "wir sind ein Tourismus-Landkreis, da sind solch blühende Felder immer attraktiv." Er ist überzeugt, dass die Landwirte dadurch auch mehr Akzeptanz bei der Bevölkerung finden.

Eine Top-Idee

Bürgermeister Johann Burger (Leonberg) sieht die Lösung aller Probleme in gegenseitiger Rücksichtnahme. Die Blühstreifen bezeichnete er als Top-Idee. Burger zeigte sich mit dem Zustand des Maises, trotz eines regenarmen Sommers, sehr zufrieden.

Lob zollte er der Familie Dietz, "die tun wirklich alles, dass sich Gäste und Einheimische hier wohlfühlen."
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