Blütenstände für Schmetterlinge stehen lassen
Winter-Quartier

Gartenbesitzer helfen Schmetterlingen beim Überwintern, wenn sie vertrocknete Blütenstände und Gräser im Herbst nicht abschneiden. Hier können Ei, Raupe, Puppe und der fertig entwickelte Schmetterling ein Versteck finden, erläutert der Biologe Gerhard Eppler vom Naturschutzbund Hessen. Weitere gute Orte zum Überwintern sind Laub- und Reisighaufen, die der Hobbygärtner luftig aufschichtet.

Durch offen oder auf kipp stehende kleine Fenster, können Schmetterlinge ein frostsicheres Versteck in Keller, Schuppen, Garage oder der Abstellkammer finden. Außerdem sollten Hobbygärtner grundsätzlich keine Insektizide einsetzen und stattdessen ihren Garten naturnah gestalten, wenn sie etwas für Schmetterlinge tun möchten. Rund 80 Prozent der heimischen Tagfalter seien bedroht und stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten, sagt Manfred Niekisch, Direktor des Zoos in Frankfurt am Main. Gründe dafür seien die Zerstörung ihrer Lebensräume durch Insektengifte, übermäßige Düngung und die Umwandlung von Grünflächen in Ackerböden. Schmetterlinge gelten als Umweltindikatoren, da sie zeitnah auf die Veränderungen ihrer Lebensumwelt reagieren. Sie verschwinden schnell aus einer Region, wenn die Wirtspflanzen ihrer Raupen seltener werden.
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