Blutlache am Malzhaus

Ein simples Missverständnis bescherte der Polizei am Samstag stressige Stunden. Die Beamten suchten fieberhaft nach einen möglicherweise Schwerstverletzten - dabei befand sich der Mann längst in besten Händen.

(wüw) Am Samstagmorgen schlugen Anwohner der Wassergasse bei der Polizeiinspektion Alarm: Nahe dem Malzhaus hatten sie einen großen, dunklen Fleck entdeckt, bei dem es sich nur um Blut handeln konnte. Von einem Unfall- oder gar Verbrechensopfer fehlte aber jede Spur.

Die Beamten der Polizeiinspektion machten sich nach dieser Meldung sofort auf die Suche. Es "wurde ein erheblicher Aufwand betrieben", um den Verletzten zu finden, heißt es im Polizeibericht zum Vorfall. Schließlich sei nicht auszuschließen gewesen, dass sich der Gesuchte in Lebensgefahr befindet. Aber weder die Suche in der Umgebung noch die Abfrage der Krankenhäuser in der Region brachten die Beamten der Inspektion Eschenbach weiter - zunächst.

Längst im Krankenhaus

Am Sonntagvormittag hatte sich der Fall dann nämlich von selbst aufgeklärt, wie die Polizei auf Nachfrage erklärte. Das Blut gehört demnach zu einem Eschenbacher, der in der Nacht zum Samstag betrunken mit dem Fahrrad in der Wassergasse unterwegs war.

Der Mann stürzte gegen ein Auto, anschließend zu Boden und zog sich dabei eine größere Platzwunde und eine Gehirnerschütterung zu. Der Mann entfernte sich zunächst unerlaubt von der Unfallstelle, ließ sich dann aber doch vom Roten Kreuz ins Krankenhaus nach Weiden transportieren. Laut Polizei habe die Integrierte Leitstelle in Weiden diesen Einsatz aber nicht an die Polizeibeamten in Eschenbach weitergemeldet. Auch die Anwohner hatten vom nächtlichen Sanka-Einsatz nichts mitbekommen. So kam es schließlich zu der im Grunde nutzlosen Suchaktion.

Zeugen gesucht

Die Beamten der Polizeiinspektion Eschenbach sind nun auf der Suche nach Zeugen des nächtlichen Rad-Unfalls in der Wassergasse. Wer den Vorfall bemerkt hat, soll sich mit der Inspektion in Verbindung setzen, Telefon 09645/92040.
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