"Boarische" am Wirtshaustisch

Die Musikanten vom "Rengschburga Musikantenstammtisch" haben ihre Musik an den Wirtshaustisch im "Weidinger Hof" verlagert. Zum Ensemble gehören unter anderem (von links) Josef Niebauer, Flo Beer, Mathias Forst und Falk Gilch. Bild: eib

Der "Rengschburga Musikantenstammtisch" spielte für Ripperl und eine Maß Bier auf. Musikanten aus der halben Oberpfalz fanden dazu im Weidinger Hof ihre Wirtshausbühne.

Der "Rengschburga Musikantenstammtisch" hatte den "Weidinger Hof" schon zum siebten Mal für sein Monatstreffen auserkoren. Mit Landlern im Dreivierteltakt, ein paar Zwiefachen, Märschen, Boarischen und Böhmischen unterhielten die Freizeitmusikanten die Gäste beim Ripperlessen, das jeden Montag die Freunde der bayerischen Küche anzieht.

Ohne Notenblatt

Bei den sechs Musikern, die sich aus der halben Oberpfalz zusammensagten, lag während der zwei Stunden kein Notenblatt auf dem Tisch. Jeder hat die richtigen Töne intus, zwischendurch wird auch mal improvisiert und immer wieder sind ein paar Lieder mit sinnigen Texten zu hören. Der Matthias Gröller aus Roding hatte mit dem Raffele ein Instrument dabei, das kaum einer im Wirtshaus kannte. Es ist ein diatonisches oder chromatisches Griffbrett, das aus Südtirol kommt und als Vorläufer der heutigen Zither gilt.

Keine Gage

Ehrensache ist, keine Gage zu verlangen, sondern mit Speis' und Trank zufrieden zu sein. Kopf und Organisator des Stammtischs ist Johannes Niebauer aus Regensburg, ein gebürtiger Oberviechtacher. Er hatte schnell ein paar Musikantenfreunde aus Roding, Runding, Katzbach, Schönthan und Rötz zusammengetrommelt, die ihn nach Weiding begleiteten. Mitten im Wirtshaus ein Tisch, um den sich die Musikanten scharen - das reicht den Stammtischmusikanten, die sich seit 2009 immer am letzten Mittwoch im Monat abwechselnd im "Regensburger Hofbräu" oder auch in der Gaststätte "Brandlbräu" treffen.

Ab und zu wird der Musikantenstammtisch zu musikantenfreundlichen Wirten in der Oberpfalz, Niederbayern oder Oberbayern verlagert, wie zu Franz Särve, der bei vielen Musikern einen Stein im Brett hat. An die 50 Musiker sind es, die Johannes Niebauer in seinem Adressbuch stehen hat. Bei jedem Stammtisch würfelt sich die Gruppe neu zusammen. Es war ein gemütlicher Abend, der musikalisch zu Ende ging, als die Bedienung einen Berg Ripperln auftischte.
Weitere Beiträge zu den Themen: Weiding (1010)Mai 2015 (7904)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.