Böhmische Fosnacht

Die "Böhmische Fosnacht" basiert auf Ritualen, die früher von Bewohnern jenseits der Grenze leidenschaftlich gepflegt wurden. Viele Sudetendeutsche, die in der Gegend um Schönsee sesshaft wurden, haben diese Bräuche nach Bayern importiert. Bereits ab Anfang der 50er Jahre gab es erste Versuche, die Gepflogenheiten zu rekonstruieren. Auf den Erfahrungsschatz dieser Aussiedler stützte sich die Faschingsgesellschaft, die diese Tradition in den 90er Jahren wieder zum Leben erweckte. Zu dem Spektakel gehören derbe Bräuche wie das "Rudln", das Wälzen mit einem Partner im Schnee. Vor allem auf junge Mädchen haben es die "Hanswurstn" dabei abgesehen. Mehrere nicht alltägliche Subjekte wie der "Laffara" spielen die Hauptrolle im Ensemble. Bauer, Magd, Knecht, Säer und Strohmänner ergänzen die Gruppe. Auch vor Purzelbäumen auf dem harten Pflaster schreckte in der Vergangenheit so mancher nicht zurück. Das Einseifen und die Rasur eines Zuschauers gehören ebenfalls zur "Böhmischen Fosnacht". Außerdem werden auch spektakuläre Schandtaten aus dem lokalen Umfeld beim "Aussingen" thematisiert. Eine "Muse (Musik), die sich eigens für die Faschingstage formiert, begleitet die skurrilen Gestalten.
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