Bogenschützen Lukas Zembsch und Samuel Kausler beim bundesweiten Shooty-Cup
Pfeilgerade nach Frankfurt

Die Trainer Jochen Nentwich und Thorsten Höcht (hinten, Fünfter und Sechster von links) sind überaus zufrieden mit ihren Schützlingen - und umgekehrt. Bild: bkr
Immenreuth. (bkr) Drei junge Bogenschützen krönten den Abschluss einer glänzenden Saison. Beim Nachwuchsrundenwettkampf belegten Paul Müller (330 Ringe), Maximilian Opel (319) und Elias Rupprecht (309) die ersten drei Plätze. Mit Lukas Zembsch und Samuel Kausler vom Landeskader ist die Schützengesellschaft beim bundesweiten Shooty-Cup am 1. und 2. August in Frankfurt vertreten.

24 der 30 jugendlichen Mitglieder nutzen zurzeit das Trainingsangebot. Ständig bei den Turnieren treten 21 junge Bogenschützen an, fünf sind "Schnupperer". Unter den acht bis achtzehn Jahre alten "Robin Hoods" sind neun Mädchen.

Alle hören beim Training auf die Pfiffe ihrer Coaches Jochen Nentwich und Thorsten Höcht. Disziplin und Sicherheit sind oberste Gebote. Zwei Mal wöchentlich, dienstags und donnerstags, setzen sie Trainingsrunden auf dem Hartplatz des Sportvereins an - und, wenn keine Turniere anstehen, auch sonntags. Ab Herbst üben die Schützen in der Mehrzweckhalle, allerdings mindert dann der Belegungsplan die Trainingseinheiten.

Nicht nur deshalb ist ihr größter Wunsch ein eigener Platz. Die Gründe listet Nentwich auf. Der Hartplatz des SVI sei zwar recht und gut und brauche nicht gemäht zu werden, jedoch rutschten die Pfeile auf dem sandigen Boden. Die Federn gingen kaputt, und am Ende des Platzes verschwänden die Pfeile, die bis zu 15 Euro kosten, im Gras. Auf einem Grasplatz würden sie sichtbar schräg im Boden stecken bleiben. Auf einem eigenen Trainingsgelände könnte zudem eine Hütte als Materialdepot dienen. Überdies träumten die Jungs von einem 3-D-Platz.

Dennoch ist die starke Nachwuchsgruppe zufrieden und schwärmt von ihren Trainern. Sie verbindet ein Ziel: Einmal zu einer deutschen Meisterschaft zu gehen, wie Lukas Zembsch.

Dafür sparen sie für die Ausrüstung ihr Taschengeld und die Geburtstagsgeschenke. Schließlich kostet eine Grundausstattung ab 500 Euro. Ohne Eltern geht es nicht. Sie sichern auch den Fahrdienst und organisieren. Ein soziales Bindeglied sind die "Bogenmamis". Sie nutzen die Trainingszeit ihrer Schützlinge für Unternehmungen oder veranstalten ein Picknick.
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