Brand in der Bundesliga

Benjamin Brand steht ab der kommenden Spielzeit total im Fokus: Der junge Unterfranke rückt in die Erstliga-Gilde der Bundesliga-Schiedsrichter nach. Bild: dme

Der Ausbildungsstand bei den bayerischen Schiedsrichtern ist nach wie vor gut. Das ist die wichtigste Erkenntnis der neun Lehrgänge für die bayerischen Spitzen-Schiedsrichter, die alle in der Sportschule Oberhaching abgehalten worden sind.

München. (dme) Kurz vor dem Start in die Saison 2015/16 ist Walter Moritz aus Haßfurt, der Verbandsschiedsrichter-Obmann (VSO) sehr zufrieden mit seinen Unparteiischen. Aber Stillstand heißt Rückschritt und so wird weiter an der Ausbildung der Referees gearbeitet. Denn das kommt am Ende auch den Vereinen zugute. Ganz besonders erfreulich ist, dass mit Benjamin Brand aus Schallfeld bei Schweinfurt ein weiterer Schiedsrichter in die erste Bundesliga aufgerückt ist. Der 25-Jährige pfeift für den FC Schallfeld und leitet das Eröffnungsspiel der Bayernliga Nord zwischen dem TSV Großbardorf gegen den 1. FC Sand.

Wie bei den Vereinen gibt es auch bei den Schiedsrichtern, je nach Leistung, Auf- und Abstieg. Dazu gibt es nach einer Saison eine sogenannte Lizenzierung für die nächste Spielzeit. Die ergibt sich aus den Beurteilungen und Erfahrungen der abgelaufenen Spielzeit und die nimmt der Schiedsrichter-Ausschuss des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) vor.

Auf neun Lehrgängen in der Sportschule Oberhaching sind die Schiedsrichter für die kommende Saison fit gemacht worden. Regelkunde und sportliche Fitness gehören ebenso dazu wie der Umgang mit Spielern, Trainern und Funktionären. Ein besonderes Augenmerk wurde in diesem Jahr auf zwei Dinge gelegt. Zum einen sollen die Assistenten sich mit den Trainern während des Spieles sachlicher verständigen. Und die höherklassigen Schiedsrichter, die ein Spiel ohne Beobachter pfeifen, sollten nicht zu überheblich oder arrogant auftreten. "Wir legen Wert auf einen guten Umgang der Assistenten an der Seitenlinie mit den Trainern während des Spiels und wir erziehen unsere Schiedsrichter auch, dass sie nicht zu selbstbewusst auftreten. Wir mahnen sie zur Sachlichkeit", sagt der ehemalige Bundesliga-Assistent Walter Hofmann aus Ansbach, der im Verbandsschiedsrichterausschuss (VSA) mitwirkt.

Sieben Bundesliga-Schiedsrichter kommen aus Bayern. Nach Deniz Aytekin (Altenberg), Dr. Felix Brych (München), Robert Hartmann (Krugzell), Günter Perl (München), Peter Sippel (Würzburg) und Wolfgang Stark (Landshut) ist nun auch der Unterfranke Benjamin Brand in den deutschen Elitekreis aufgerückt. Assistenten in der Bundesliga sind weiterhin Marco Achmüller (Würding), Eduard Beitinger (Regensburg), Michael Emmer (Passau), Christian Leicher (Landshut) und Thomas Stein (Homburg). In der 2. Bundesliga pfeifen Benjamin Cortus (Burgfarrnbach) und Christian Dietz (Kronach). In der 3. Liga hat sich eine Veränderung ergeben. Florian Kornblum (Chieming) pfeift in Liga drei, aus der Stefan Treiber (Neuburg/Donau) in die Regionalliga zurückgekehrt ist. In Liga drei geblieben sind Florian Badstübner (Windsbach), Johannes Huber (Bogen) und Steffen Mix (Abtswind).

25 Regelhüter sind für die Regionalliga Bayern nominiert worden. Neu aus der 3. Liga ist Stefan Treiber dazugekommen. Aufgestiegen sind Markus Huber (Wurmannsquick) in Oberbayern und Andreas Hummel (Betzigau) in Schwaben. In der Regionalliga pfeift weiterhin die einzige Frau Angelika Söder vom TSV Ochenbruck bei Nürnberg.

54 Plätze sind für die beiden Bayernligen vergeben worden. Neu dabei aus den Landesligen sind Jonas Beinhofer (Murnau), Thomas Fischer (Burglengenfeld), Pantelis Gitopoulos (München), Fabian Kilger (Mauth), Johannes Mayer (Gelbelsee), Benedikt Öllinger (Riedlhütte) als Absteiger aus der Regionalliga, Alexander Schuster (Hohenau), Philipp Vecera (Roßtal) und Sebastian Wieber (Ramsthal). Im Kreis der Bayernligen sind die Frauen Franziska Haider (Roth), Anette Hanf (Meinhardswinden) und Andreas Knauer (Ismaning) weiterhin dabei.

Für die fünf Landesligen sind 120 Referees nominiert worden, 25 von ihnen sind neu. "Insgesamt sind wir weiterhin gut aufgestellt. Wir haben weiterhin einen guten Standard. Aber wir werden weiter daran arbeiten, die Schiedsrichter zu verbessern. Wir werden nie damit aufhören, damit wir gute Leute zu den Vereinen rausschicken können", sagt Obmann Walter Moritz.
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