Brandschützer stemmen neben Jubiläumsfeier auch Übungen und Einsätze
Sogar auf Tanzparkett im Einsatz

Punreuth. (bkr) Die Feuerwehr erlebte 2014 einen Höhepunkt in ihrer 125-jährigen Geschichte. Das Gründungsfest gestaltete sich zu einem stolzen Tag der Wehr. 39 Vereine beteiligten sich am Festzug, berichtete Vorsitzender Markus Schmid in der Jahreshauptversammlung (wir berichteten) den 39 anwesenden Mitgliedern sowie den Delegationen der Wehren aus Immenreuth und Ahornberg.

Zur WM volles Gerätehaus

In Erinnerung rief Schmid auch das Priesterjubiläum von Pfarrer Alfons Wurm, die Teilnahme an weltlichen und kirchlichen Festen, zwölf Festbesuche, das Aufstellen des Maibaums und das Johannisfeuer. Guten Besuch im Gerätehaus registrierte er bei den Übertragungen zur Fußballweltmeisterschaft.

Nicht minder erfolgreich verliefen das Krenfleischessen zur Kirchweih und der Besuch des Nikolaus. Selbst einem Tanzkurs unterzogen sich die Feuerwehrangehörigen. Eine Gedenkminute galt Paul Küffner.

45 Aktive, davon 13 Damen, gewährleisten den Brandschutz. Sie verzeichneten acht Einsätze, berichtete Kommandant Gerhard Popp. Neben einem Brand in Ölbrunn beschäftigten zwei Verkehrsunfälle, zwei längere Ölspuren und Sicherheitswachen die Wehr. Zudem besuchten die Aktiven Schulungen für den Feuerwehrführerschein sowie Atemschutz- und Maschinistenlehrgänge.

Einblick in die Arbeit der Jugendfeuerwehr gewährte Kathrin Dötterl. Nach dem Übertritt von Jugendlichen in die aktive Wehr und der Aufnahme von Julia Dötterl sowie Jasmin Popp zählte der Nachwuchs zum Jahresende nur noch vier Anwärterinnen. Die Nachwuchstruppe brachte sich nicht nur beim Feuerwehrjubiläum ein. Sie erreichte beim Wissenstest zweimal Bronze sowie einmal Gold und organisierte das Kirwa-Umispüln.

Geübt wurde mit den Aktiven und am neuen TSF-W. Kathrin Dötterl bedauerte, dass die Jugend in der Fernsehsendung über die Frauenfeuerwehr außen vor blieb.

Auf die Eigenleistung der Brandschützer beim Carportbau und der Anschaffung des neuen Busses verwies Kassenführerin Sabine Busch - alles ohne fremde Hilfe selbst finanziert. Das von der Gemeinde der Wehr überlassene Material weiß Bürgermeister Heinz Lorenz in besten Händen. Er begeisterte sich für die Punreuther Frauenfeuerwehr: "Die Damen stehen den Männern in nichts nach."

Bei 112 ohne Verzögerungen

Kreisbrandmeister Alfred Vogel beglückwünschte die Wehr zu ihrer Leistung und spornte die Atemschutzträger an, für "heiße" Einsätze in Übung zu bleiben. Er forderte auf, die Notrufnummer 112 mehr ins Gedächtnis der Bürger zu bringen. Viele wählten bei Bränden oder Unfällen immer noch die 110. Der Anruf gehe so ans Polizeipräsidium in Regensburg, wodurch sich die Alarmierung um wertvolle Minuten verzögere.

Die Feuerwehrführung dankte am Ende Bernhard Kreuzer für die Berichterstattung im "Neuen Tag".
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