Brauch leidet unter Hitze

In Utzenhofen musste an Mariä Himmelfahrt niemand mit leeren Händen aus dem katholischen Gottesdienst gehen: Dort ist es Brauch, dass Kräuter vom Priester gesegnet und anschließend im Haus - manchmal auch im Stall - aufgehängt werden, um die Bewohner zu schützen.

Am Tag zuvor wurden Kräuter und Blumen zu bunten Sträußen gesteckt, am Feiertag wurden sie in der Pfarrkirche St. Vitus von Pfarrer Josef Kanosvky geweiht. Traditionen zu pflegen - das sei dem Obst- und Gartenbauverein ein Herzensanliegen, erklärte 2. Vorsitzende Hedwig Lehmeier. Der Brauch reicht bis ins 8. Jahrhundert zurück, der Verein pflegt ihn seit 14 Jahren. Zwölf Frauen hatten unter Regie von Hedwig Lehmeier diesmal die nötigen Pflanzen gesammelt - was aufgrund der Hitze nicht einfach war - und gebunden.

Nach den Gottesdiensten verkauften Mitglieder des OGV die 67 Buschen gegen eine kleine Spende. Die Nachfrage war groß, man hätte noch mehr Sträuße brauchen können. Der Erlös ist für einen guten Zweck bestimmt. In der Pfarrei Sankt Vitus endete der Feiertag mit einer Abendandacht in der Mariengrotte, begleitet vom Kirchenchor.
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