"Brauchen eine Obergrenze"

Über eine Million Menschen strömte 2015 nach Deutschland - die meisten davon muslimischen Glaubens. Da traf der CSU-Arbeitskreis Außen- und Sicherheitspolitik mit dem Vortrag "Islam und Christentum" einen Nerv.

(rib) Über 50 Besucher diskutierten mit den beiden Referenten Karst Pfeifer und Helmut Christa von der Hanns-Seidel-Stiftung. Deutschland habe die niedrigste Abschiebequote, brauche aber für eine menschengerechte Flüchtlingspolitik dringend eine Obergrenze, meinte der stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Dr. Patrick Fröhlich: "Wir müssen einerseits den Menschen, die vor schlimmer Not zu uns geflohen sind, helfen. Diese Verantwortung haben wir den Flüchtlingen gegenüber. Auf der anderen Seite müssen wir jedoch dringend eine Obergrenze für den Zustrom festlegen, sonst wird unser Land in eine tiefe Überforderung stürzen. Diese Obergrenze sind wir der gesamten Bevölkerung schuldig."

Laut Referent Pfeifer leben in Deutschland etwa vier Millionen Muslime. "Die meisten davon sind gesetzestreue Bürger. Allerdings wird ein Prozent, also 40 000 Muslime, als radikal eingestuft." Die Chance, diese Zahl zu senken, gebe es. "Denn es gibt auch viele Gemeinsamkeiten zwischen Christen und Moslems." Etwa den Glauben an den einen Gott oder das jeweils eigene Buch des Glaubens ("Buchreligion").

Rolle der Frau anders

Ungläubige dürften unter bestimmten Umständen in einem fundamentalistisch ausgelegten Islam jedoch umgebracht werden. Diese Auffassung werde oft von radikalen Moslems mit dem "Dschihad" - dem heiligen Krieg, dem "sich abmühen auf dem Pfade Gottes" - begründet. Die Stellung von Frauen im Islam wurde intensiv diskutiert. Statistisch gesehen kommen zwei Drittel - zum größten Teil junge - Männer und ein Drittel Frauen nach Deutschland. Bei dem Verständnis von Partnerschaft und Ehe und dem Umgang miteinander könne es besonders bei radikaler Auslegung des Koran zu Reibungen mit der christlich-abendländischen Kultur kommen.

Insgesamt gehe es darum, ein friedliches Miteinander auf Grundlage der hiesigen Kultur und der hiesigen Werte zu erreichen. Dies setze Integrationswillen aller Beteiligten sowie eine Begrenzung des Zuzugs voraus, waren sich alle einig.
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