Breitband frühestens Ende 2016

Walter Huber (links) von der Breitbandberatung Bayern und Vermessungsdirektor Anton Hösl informierten im Leonberger Gemeinderat über den Breitbandausbau. Bild: jr

Der Breitbandausbau in der Gemeinde Leonberg ist gesichert - noch offen ist allerdings, wann die schnellen Leitungen zur Verfügung stehen werden. Frühestens Ende 2016 und spätestens Ende 2017 soll es soweit sein.

In seiner jüngsten Sitzung legte der Gemeinderat per einstimmigem Beschluss das Erschließungsgebiet fest. Gleichzeitig wurde eine interkommunale Zusammenarbeit mit der Stadt Mitterteich gebilligt. Walter Huber von der Breitbandberatung Bayern informierte, dass für das Projekt bis zu 940 000 Euro an Fördermitteln abgerufen werden können - hinzu kämen noch 50 000 Euro für die Kooperation mit der Nachbarstadt. Vermessungsdirektor Anton Hösl machte deutlich, dass so weit wie möglich Glasfaserleitungen verlegt werden sollten. In den Erschließungsgebieten müsse jedem Bürger nach dem Ausbau eine Übertragungsrate von mindestens 30 Mbit/s zur Verfügung stehen - andernfalls gebe es keine Förderung. Hösl bedauerte in diesem Zusammenhang, dass die Gemeinde nur einen Fördersatz von 80 Prozent in Anspruch nehmen könne.

"Ich hoffe, die Arbeiten können im Sommer 2016 beginnen", sagte Bürgermeister Johann Burger. Walter Huber ging davon aus, dass die Gemeinde bis Ende 2016 mit schnellem Breitband versorgt sein werde. Anton Hösl gab sich weniger optimistisch und hielt einen Abschluss des Projekts zwischen Mitte und Ende 2017 für realistisch.

Ausführlich berichtete Johann Burger über ein kürzliches Gespräch beim Bayerischen Gemeindetag in München. Dabei habe sich gezeigt, dass das Forcieren einer Eingemeindung mit erheblichen Nachteilen verbunden wäre - so wäre etwa der Zuschuss für den Breitbandausbau in Gefahr. Der Bayerische Gemeindetag habe empfohlen, einen Gemeinderatsbeschluss zu fassen, wonach eine Eingemeindung nicht weiter verfolgt wird. Damit wäre die Angelegenheit kommunalrechtlich erledigt. Auch dieser Beschluss wurde einstimmig gefasst.

Geschlossenes Auftreten

Martin Teubner (CSU) bewertete den Besuch in München positiv: "Es war schon gut, dass wir in München geschlossen aufgetreten sind. Da haben die endlich mal gesehen, dass es bei uns brennt." Johann Burger ergänzte, dass die Gemeinde durch den Beitritt zur "Ikom Stiftland" neue Vorteile genießen und Kosten sparen könne. Zur geplanten Sanierung des Jugendheims teilte Bürgermeister Burger mit, dass das Bischöfliche Ordinariat in Regensburg einen Zuschuss in Höhe von 25 000 Euro gewähre. Dieser Zuschuss werde auf den Eigenanteil der Kirche angerechnet. Bekanntlich beteiligt sich die Pfarrei mit 50 000 Euro an den Kosten.

Einig war sich der Gemeinderat, auch heuer wieder einen Blumenschmuck-Wettbewerb durchzuführen. Abschließend wurde noch bekannt gegeben, dass die Dorfgemeinschaft Themenreuth ihr traditionelles Seifenkistenrennen am 2. August durchführen wird.

Eine Problemmüllsammlung findet am Samstag, 21. März, statt. Problemmüll aus Haushalten kann in der Zeit von 10 bis 12.30 Uhr kostenlos beim Gerätehaus der Feuerwehr Leonberg abgegeben werden.
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