Brezen nur auf Backpapier

Aluminium ist das in der Erdkruste am meisten vorkommende Metall. In den Brezen hat es aber nichts verloren. Das gilt auch für die 64 Mitgliedsbetriebe der Bäckerinnung Nordoberpfalz.

Kulmain. (bkr) In deren Brezen kann getrost gebissen werden. Obermeister Wolfgang Schmid versichert, dass "seine" Bäckereien das Problem Aluminium im Griff haben. Als dies bereits vor Jahren aktuell geworden sei, haben die Bäcker von sich aus reagiert, berichtet der Kulmainer am Freitag. Mit Unterstützung des Verbandes sei es angegangen worden. Seit 2007 habe es nur eine Beanstandung gegeben - und diese sei schnell aus der Welt geschafft worden.

Für Aufregung hatte am Freitag die Meldung gesorgt, dass in jeder fünften Breze in Bayern der Höchstwert von 10 Milligramm Aluminium pro Kilogramm Gebäck überschritten wurde. Schuld sollen die zum Backen verwendeten Aluminium-Bleche sein. Gleich nach der Meldung im Radio startete Schmid einen Rundruf bei seinen Mitgliedsbetrieben. Um die 20 hat er geschafft. Überall Fehlanzeige: Sämtliche Bäckereien verwenden entweder beschichtete Backbleche oder decken sie ordentlich mit Backpapier ab.

Besser als Edelstahl

"Die Probleme müssen nicht von den Handwerksbetrieben kommen", meint Wolfgang Schmid. Bei ihnen würden die Brezen noch einzeln in die Natronlauge getaucht und auf die Bleche gelegt. Industriell gefertigte dagegen liefen über Fließbänder und werden dort automatisch mit Lauge berieselt, bevor sie auf die Bleche gelangen. "Aluminiumbleche haben aber ihre unverkennbaren Vorteile", führt der Obermeister aus. Dieses Metall sei gegenüber Edelstahl ein besserer Wärmeleiter. Es sei bestens geeignet, dass die Brezen knusprig und schön werden.

Bei den Handwerksbetrieben gebe es nicht nur interne Kontrollen. Den Bäckern schaue auch die Lebensmittelkontrolle streng auf die Finger, berichtet Schmid. "In den letzten fünf Jahren gab es keine Beanstandungen mehr", betont der Kulmainer, der am Freitag noch die Lebensmittelüberwachung um Auskunft bat. Und die bestätigte: Keine Auffälligkeiten im Innungsbereich. Über das Problem Aluminium wurden und werden die Mitgliedsbetriebe informiert, ihnen werden Ratschläge gegeben und sie werden auf Neuerungen hingewiesen. Die Bäckerinnung sehe sich ihren Kunden gegenüber verpflichtet.

Als Reaktion auf die Mängel wird die Innung laut Schmid zusätzliche interne Qualitätskontrollen vornehmen. "Damit jeder Betrieb weiß, auf der sicheren Seite zu sein."
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