BRK-Seniorenheim: Wirtschaftsschüler gestalten Andacht für Bewohner - "Licht in der Dunkelheit ...
Eine Weinflasche als Kreuzwegstation

Mit Liedern und Texten gestalteten die Jugendlichen der gebundenen achten Jahrgangsklasse der Wirtschaftsschule für die Seniorenheimbewohner einen Kreuzweg. Insgesamt acht symbolträchtige Gegenstände (vorne, Mitte), darunter eine Tonscherbe und eine Kerze, lagen dabei vor dem Kreuz. Bild: rn
Mit einem Kreuzweg stimmten Jugendliche der Wirtschaftsschule die Bewohner des BRK-Seniorenheimes auf die Kartage ein. Bereits im vergangenen Jahr hatte eine Ganztagsklasse der Schule im Religionsunterricht eine Maiandacht und einen Rosenkranz in der Einrichtung gestaltet.

Religionslehrerin Veronika Stollner erhielt nun erneut Unterstützung von Brigitte Metzner. Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats hatte im Mehrzweckraum ein Kreuz und acht symbolträchtige Gegenstände vorbereitet, die als Kreuzwegstationen dienten. Den Vorträgen und Bitten der Schüler lagen zum Großteil Zitate aus Apostelbriefen zugrunde.

Die Schmerzen der Dornenkrone verglichen die Jugendlichen mit Worten, die wie Stiche wirken und auf Dauer schwere Krisen auslösen können. Ein Stein diente als Symbol für in den Weg gelegte Hindernisse, die starke Gefühle auslösen und in der Summe der Kleinigkeiten oder Gedankenlosigkeiten einen Menschen zu Fall bringen können. An die weinenden Töchter Jerusalems erinnerte ein Taschentuch. Diese Szene endete mit dem Aufruf: "Schenke uns Mut, uns mit unserer Trauer und unseren Tränen nicht zu verstecken, sondern zu zeigen."

Sogar eine Weinflasche diente als Kreuzwegstation. Denn auf Golgota "reichten sie Jesus Wein, der mit Myrrhe bereitet war, aber er nahm ihn nicht". Das Getränk sollte schmerzbetäubend wirken. Dazu eine Sprecherin: "Viele Menschen nehmen es zu sich, weil sie ihr Leben sonst überhaupt nicht ertragen können. Doch es birgt die Gefahr, dass wir wie vernebelt sind und nicht mehr wahrnehmen, was unser Leid verursacht. Mache uns stark, damit wir nicht die Symptome, sondern die Ursachen dessen bekämpfen, was anderen und uns selbst Leid bereitet." Ein Schüler trug drei große Nägel zum Kreuz, das bereits die Dornenkrone trug: "Befreie uns von allem, was uns hindert, wirklich frei zu sein und in deiner Liebe zu leben."

Mit einer Tonscheibe beschrieben die Jugendlichen die letzten Stunden Jesu am Kreuz und seine Grablegung: "Stehe uns in unserer letzten Stunde bei und gib uns die Kraft, selbst Menschen beizustehen, die auf das Ende ihres Lebens zugehen." Für die Treuesten, die vor dem Tod Jesu nicht davongelaufen waren und ihn in einem neuen Licht gesehen hatten, stand eine Kerze: "Auch wir können wie ein Licht in der Dunkelheit für andere sein, wenn wir vor ihrer Verzweiflung nicht fliehen, sondern auch in dunkler Zeit bei ihnen bleiben."

Nach dem von Liedern begleiteten Kreuzweg blieben die Schüler der gebundenen achten Jahrgangsklasse bei den Heimbewohnern und begleiteten sie auch zurück in ihre Wohnbereiche.
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