Brot weg wie warme Semmeln

Den Kunden sowie den Standbetreibern gefällt der Wochenmarkt. Die einen bekommen frische Ware, die anderen machen ihren Umsatz damit. Das Angebot soll auch noch erweitert werden. Bild: rgr

Der Wochenmarkt ist bei den Grafenwöhrern auch nach sechs Wochen immer noch beliebt. Die Fieranten sind mit ihren Geschäften zufrieden. Um 11 Uhr war am Donnerstag das Brot bereits ausverkauft.

"Die ersten beiden Male lief der Verkauf sehr gut", zieht Kajetan Merkl vom Bioladl aus Pullenreuth Bilanz, "heute war bisher noch nicht so viel los, was bestimmt an den Ferien liegt". Aber auch ein bisschen weniger Ansturm könne zwischendurch durchaus positiv sein: "Das ist schöner, als wenn die Leute geballt herkommen", meinte Karin Franz aus dem rund 70 Kilometer entfernten Ensdorf.

Für Franz ist der Markt ein Nebenerwerb, da sie im Kurfürstenbad Amberg beschäftigt ist. "Ich komme deswegen leider nur jeden dritten Donnerstag her. Aber in dieser Zeit ist die Marmelade der Kunden wieder aufgebraucht. Außerdem werden es immer mehr Kunden", freute sie sich.

Andreas Freyberger aus Creußen verkaufe seine Ware immer an dieselben Leute, die sich mit Eiern, Kartoffeln und Honig versorgen. "Der Markt wird angenommen, es pendelt sich ein", ist sich Freyberger sicher. Agnes Schmid aus Floß bietet beim Wochenmarkt Fisch an. "Ich habe erst am Pfingstmontag erfahren, dass es den Wochenmarkt gibt und bin zufrieden", verrät sie.

Das ist auch Manfred Schmidt aus Igensdorf bei Gräfenberg. Ihn hat Bürgermeister Edgar Knobloch vor etwa einem Jahr angesprochen, ob er nicht Interesse hätte, seine Kirschen bei einem Wochenmarkt anzubieten.

Sehr gute Geschäfte machen laut dem Bürgermeister auch Obst und Gemüse Akdemir aus Pressath und "Dosen-Hanswurst" aus Parkstein. "Es sind immer gewisse Zeiten, wo die Kunden anstehen. Ab 11 Uhr ist nicht mehr so viel los, aber dafür in der Mittagszeit wieder. Auch wenn wir eine Standgebühr bezahlen müssen, mach ich das gerne, da die Stadt die Standbetreiber unterstützt und sich beispielsweise darum kümmert, dass Strom vorhanden ist", resümierte Hans Wittmann von "Dosen-Hanswurst". Ideen für den Wochenmarkt hat Knobloch noch einige auf Lager: "Es wäre schön, wenn in der Mittagszeit gegrillte Speisen angeboten würden oder Wein mit Käse. Schließlich soll der Marktplatz wieder belebt werden."
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