Brucker SPD-Fraktion absolviert Klausurtagung - Anträge zu Behindertenparkplatz und Bauhof in ...
Das Tagesgeschäft hat nun Priorität

Neben Evi Thanheiser ergriffen Bürgermeister Karl Bley (links) und MdL Franz Schindler beim Nachaschermittwoch der SPD das Wort. Bild: Mayer
Mit einem umfangreichen "Sechs-Jahres-Plan" startete der SPD-Ortsverein vor gut einem Jahr in den Kommunalwahlkampf, der den Sozialdemokraten letztlich die angestrebten drei Sitze im Rathaussaal einbrachte. Bei der Klausurtagung legte man nun den Fahrplan für 2015 fest.

An dessen Anfang stehen drei Anträge, die demnächst im Marktrat eingebracht werden sollen. Das Wahlprogramm, mit dem die Brucker SPD im vergangenen Jahr antrat, gestaltete sich recht umfangreich. Man wollte weg von den üblichen Pauschalaussagen und legte sich bis 2020 auf einzelne Kernpunkte fest. An diesen Umstand erinnerte Orts- und Fraktionsvorsitzende Inge Gleixner zu Beginn der Klausurtagung. Weiter meinte sie, seit Beginn der neuen Legislaturperiode im Mai hätten sich die drei Markträte mehr mit dem Tagesgeschäft befasst, da einige, für die Marktgemeinde richtungsweisende Entscheidungen umzusetzen waren.

Der Parkplatz

Anschließend stellte Gerd Habermeier von ihm ausgearbeitete Anträge an den Marktrat vor. So werden für die nächste Marktratssitzung drei Anträge eingebracht, die eine erhebliche Verbesserung für die entsprechenden Teilbereiche und den betroffenen Personenkreis bringen sollen. Die derzeitige Situation um den Behindertenparkplatz am Marktplatz ist der SPD schon lange ein Dorn im Auge. So wie der Parkplatz momentan konzipiert sei, habe ein gehbehinderter Mitbürger einen erheblichen Aufwand, ohne Gefahr einen Rollstuhl oder Rollator aus dem Kofferraum zu holen.

Mit der "mangelnden Parkdisziplin", wie sie im Ortskern immer wieder zu beobachten ist, sei es zudem nicht einfach, aus dem Fahrzeug auszusteigen, da der eingezeichnete Parkplatz seitlich recht eng flankiert werde, so Gerd Habermeier. Daher wolle man dem Gremium vorschlagen, den Parkplatz um 90 Grad zu drehen und entsprechend groß anzulegen, so dass die vorher genannten Widrigkeiten abgestellt würden.

Für Nachwuchskräfte

Eine längere Zeit nahm die Analyse der Personalsituation am örtlichen Bauhof in Anspruch. Die Teilnehmer der Klausurtagung waren sich einig, dass die Einrichtung deutlich unterbesetzt sei und die Mitarbeiter gerade beim Stress beladenen Winterdienst physisch an ihre Grenzen stoßen würden. Zudem stelle sich beim Stammpersonal Überalterung ein, da von den fünf Festangestellten vier Arbeiter "zielstrebig" auf den 60. Geburtstag zugingen. "Kompetenz erhalten heißt auch, neue Kompetenzen schaffen": Unter dieses Motto stellt die SPD-Fraktion ihren zweiten Antrag, in dem sie fordert, dass zum 1.September 2015 und zum 1.September 2016 jeweils ein Auszubildender als Straßenwärter eingestellt wird. Dass diese Nachwuchskräfte während ihrer Ausbildung der Marktgemeinde kaum zur Verfügung stünden, war den Teilnehmern an der Klausurtagung klar, aber nach diesen drei Jahren würde der Bauhof mit kompetenten Fachkräften aufgewertet und zugleich werde dem demografischen Wandel beim Gemeindepersonal entgegen getreten, so die einhellige Meinung. Die Kommunen rund um Bruck "rüsteten" mit ihren Gewerbegebieten mächtig auf und die Marktgemeinde liege diesbezüglich im Dornröschenschlaf, lautete ein weiterer Hinweis. Dieser Meinung sind zumindest die SPD-Räte und sie fordern bei dieser Thematik eine Offensive. Ihr Antrag, dass auch auf die beiden Gewerbegebiete "Am Sand" und an der Bürgermeister-Berger-Straße mit Werbeschildern aufmerksam gemacht wird, solle eher als "Anschubvorschlag" gesehen werden.
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