Bruder Klaus haut drauf

Fastenprediger Bruder Klaus hatte einige Schandtaten aufgedeckt. Herbert Steiner (Freie Wähler) zog sich da lieber einen Schutzhelm über. Bild: sei

Nicht nur die Lokalpolitiker bekamen beim Starkbierfest der Freien Wähler ihr Fett ab. Auch die Vorkommnisse in einer Nachbargemeinde hatte Bruder Klaus genau beobachtet.

Mantel. (sei) Zum zwölften Mal hatten die Freien Wähler ins Gasthaus "Hauptmann" zum Starkbierfest eingeladen. Das Nebenzimmer war voll besetzt. "Ob zu zweit oder alleine, alles macht sich auf die Beine, um in Mantels größte Sauna zu rennen, so könnt' man dem Hauptmann sein Wirtshaus auch nennen", reimte Fastenprediger Bruder Klaus.

Neues Freibad

Der Pater bewertete unter anderem den Ausfall der Pumpen bei der Bahnunterführung in Weiherhammer: "Das Ganze hatte auch einen positiven Effekt, so brachten die Weiherhammerer ein neues Freibad zuweg." Natürlich durfte der Rathausbau der Nachbargemeinde auch nicht fehlen. "Ein neues Rathaus, schick und gar niat deier, steht jetzt drunt am Beckenweiher. Es hat zwar zwei Millionen mehr als geplant gekost, owa Hauptsach is' doch, dass es niat rost."

Das Schloss Steinfels kam wie fast jedes Jahr vor. "Ein Maschendrahtzaun sorgt dafür nun ungeniert, dass sich niemand mehr auf das Gelände verirrt. Was weiter passiert, steht in den Sternen, denn der Schlossherr tut sich immer gleich wieder entfernen. Für die Renovierung hat er wohl kein Geld, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der Bau dann ganz zusammenfällt."

Freie Wähler nicht verschont

Mit Humor nahmen es die FW-Leute Hans Reil und Herbert Steiner, die der Pater nicht verschonte. Reil bekam für seine Mitarbeit beim Basar ein Paar Arbeitshandschuhe geschenkt und Steiner für die Pflege des VfB-Fußballplatzes eine Gartenhacke sowie wegen eines "Getränkeunfalles" noch einen Schutzhelm mit Visier.

Die Manteler Sozialdemokraten bekamen ihr Fett ab: "Bei der SPD tut niemand fliehn, es tut sie in die Ferne ziehn. Sie treten nun in dem Verlauf, eher als Reisegruppe auf." Natürlich kamen auch die Schwarzen dran. "Man tut beim christsozialen Haufen nach einflussreichen Posten raufen, weil so habe ich das Gefühl, so mancher gerne mitmischen will." Bei der immer noch nicht realisierten Fahrbahnquerung auf dem Marktplatz musste Bürgermeister Stephan Oetzinger herhalten. "Dabei wäre es ziemlich leicht, dass man Beschlossenes erreicht. Jeden, der da rüber will, muss der Rathauschef mit viel Gefühl und in menschlich angemessener Lagen, über die Straßen drübertragen."
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