Bruder Roberto berichtet in der Realschule über Bildungsprojekt in Kambodscha
Jede Klasse hilft einem Patenkind

Seit 21 Jahren unterstützen die Auerbacher Realschüler das Projekt "Don Bosco Children Fund" der Salesianer in Kambodscha. Mit ihrer Hilfe schlossen in dieser Zeit 183 Patenkinder eine Schul- oder Berufsausbildung ab. Genaueres wusste Bruder Roberto zu berichten; ein Salesianer aus Italien, der die Realschule dieser Tage besuchte.

Krieg und Aids haben in Kambodscha viele Kinder zu Waisen gemacht. Aber auch die, die noch Eltern haben, müssen in dem armen Land von klein auf zum Unterhalt der Familie beitragen. Statt in die Schule zu gehen, arbeiten sie unter unmenschlichen Bedingungen zum Beispiel in Ziegelfabriken, oder sie streifen auf der Suche nach brauchbaren Sachen über Müllhalden. Ohne Bildung finden sie aber später keine gut bezahlte, menschenwürdige Arbeit - ein Teufelskreis.

Bruder Roberto zeigte einen professionell gedrehten Film über die aktuelle Situation in Kambodscha und das Hilfsprojekt der Salesianer. Zum Beispiel betreiben sie ein Hotel mit integrierter Hotelschule, in der Jugendliche aus armen Familien im Hotelfach ausgebildet werden.

Auf einem Heimaturlaub bekam Bruder Roberto einmal Eismaschinen. Er brachte sie nach Kambodscha und lehrte Jugendliche, damit umzugehen. Die Idee zündete; das italienische Eis ist sehr begehrt. Der Erlös fließt auch in die Ausbildung armer Jugendlicher.

Die Klassen der Realschule unterstützen jeweils ein Patenkind: Jeder Schüler spendet pro Monat einen Euro von seinem Taschengeld. Das sichert dem Kind Unterricht, Materialien, Kleidung und ein warmes Essen pro Tag. Zur finanziellen Hilfe kommt die Gebetsunterstützung.

Schwester M. Gerlinde Lehner, Englischlehrerin an der Realschule, korrespondiert regelmäßig mit dem Büro der Stiftung in Phnom Penh, verwaltet die Spenden und sucht ständig neue Sponsoren.

Von den 16 Patenkindern der Realschule unterstützt das Lehrerkollegium zwei, die übrigen werden von den 14 Klassen "betreut". 51 weitere Kinder bekommen Hilfe teils von ehemaligen Schülern, von Familien oder anderen Privatleuten. 183 Patenkinder schlossen inzwischen eine Schul- und Berufsausbildung ab.
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