Bürger und Betriebe freut es

Im ehemaligen Brauereigebäude des Schlosses Guteneck sollen voraussichtlich die erforderlichen Büroräume und ein Informationszentrum für das EFRE-Projekt eingerichtet werden. Bild: haa

Bedingt durch die enormen Tiefbaumaßnahmen in den vergangenen Jahren und die aufwendigen Investitionen hatte die Gemeinde Guteneck enorme finanzielle Ausgaben. Dennoch werden die Hebesätze für die Grundsteuern und die Gewerbesteuer auf dem bisherigen Niveau beibehalten.

Guteneck. (haa) Bei der Haushaltsberatung stellt sich jedes Jahr auch die Frage, ob an der Stellschraube für die Hebesätze der Realsteuern gedreht werden soll. Die Gemeinden sind von der Behörde angehalten, alle Einnahmequellen jährlich zu überprüfen und nach Möglichkeit auch auszuschöpfen.

Bürgermeister Johann Wilhelm brachte bei der letzten Sitzung des Gemeinderates deshalb die Festlegung der Hebesätze für die Steuern, die von der Gemeinde erhoben werden zur Diskussion. Er schlug allerdings vor, die Steuern in der bisherigen Höhe zu belassen und die Bürger und Gewerbetriebe nicht weiter zu belasten. Das Gremium schloss sich einstimmig der Empfehlung an. Eine Erhöhung der Abgaben um zehn oder zwanzig Prozent würde sich nur unbedeutend auf der Einnahmenseite auswirken, so der Tenor im Gemeinderat.

Die Hebesätze wurden deshalb für 2015 in der bisherigen Höhe belassen und wie folgt festgelegt: Grundsteuer A (Landwirtschaft) 350 Prozent, Grundsteuer B (Hausgrundstücke) 320 Prozent und Gewerbesteuer 300 Prozent. Es sind daher keine Steuerbescheide erforderlich.

Zuschuss für Sportfreunde

Die Sportfreunde Weidenthal-Guteneck stellten Antrag auf Zuschuss für den laufenden Spielbetrieb. In dem Schreiben wurden vor allem die hohen Unterhaltskosten für die Fahrzeuge und Gerätschaften sowie die laufenden Investitionen angeführt. Auf dem Gelände werde täglich trainiert und gespielt. Außerdem können die Jugendlichen unter Aufsicht ihr Hobby ausüben. Alle Mannschaften konnten auch durchwegs gute Ergebnisse erzielen. Der Gemeinderat bewilligte für 2014 den im Haushalt vorgesehenen Betrag von 1 500 Euro.

Der Bürgermeister berichtete dem Gremium dann über das weitere Vorgehen bei der Dorferneuerung. Der Vorstand hat in seiner letzten Sitzung für einige Vorhaben Prioritäten festgelegt. So soll in Guteneck in der Hofmarkstraße und in Weidenthal beim Sportheim gestartet werden. Bei der Flurneuordnung wird derzeit der Entwurf für das Wegenetz überarbeitet. Mit der Umsetzung der Maßnahmen wird voraussichtlich 2016 begonnen.

Mit EFRE eine Chance

Wilhelm informierte anschließend über den Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE). Aus diesem Programm sollen Fördermittel in das bayerisch-böhmische Grenzland fließen mit dem Ziel, dass sich in diesem Landesteil ein gemeinsamer Lebens- und Wirtschaftsraum entwickelt. Für die heimische Region ist vorgesehen, im ehemaligen Brauereigebäude des Schlosses Guteneck, dessen interessante Räume ein besonderes Flair ausstrahlen, die erforderlichen Büroräume und ein Informationszentrum einzurichten. Es soll ein Regionales Zentrum, ähnlich einem Naturparkzentrum, als Kern eines Netzwerkes mit Beteiligung der angrenzenden Kommunen als Außenstellen entstehen. Als Tor zum Brückenland Bayern-Böhmen biete sich das Schlossareal als idealer Ort an.
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