Bürgerfest kann kommen

Es gibt kein Bier auf Hawaii, sang Paul Kuhn. Auf Floß trifft das abgewandelt nur in dem Fall zu, dass es heuer kein "Flosser Bier" beim Bürgerfest gibt. An Gerstensaft wie bisher wird es nicht fehlen. Erst im nächsten Jahr, dem 40. Jubiläum, wird die Hausbrauerei Schaller einsteigen.

Floß. (fz) Die Mass bleibt bei 5,40 Euro. Am Samstag, 25. Juli, steigt das Bürgerfest in der "guten Flosser Stube". Die Organisation nahm schon breiten Raum in der Marktgemeinderatssitzung ein. Die Fraktionen besprachen eine Zusammenstellung der Anmelder, sprich Vereine, Verbände und Gewerbetreibender - 16 an der Zahl. Bis dato war es Usus, dass politische Parteien mit kostenlosen Aktionen, zum Beispiel für Kinder, beteiligt wurden. Bürgermeister Günther Stich erzählte, dass sich die Junge Union und die FDP/UB mit einem Dotsch- und Crêpes-Stand beworben haben. Stich hob heraus, dass damit nur die SPD und die beiden Kindergärten mit kostenlosen Aktionen und Betreuungen zum Bürgerfest beitragen wollen. CSU/FL-Sprecher Armin Betz merkte an, dass die JU keine politische Partei, sondern eine Nachwuchsorganisation sei. Er forderte auch eine Befreiung von der Standgebühr mit 25 Prozent des Reinertrages, wenn der Betreiber keinen Erlös erzielt oder diesen wieder spendet.

Neu, frei, straff

Neuer Festplatz, neue Regularien, so frei wie möglich und so straff wie nötig, wünschte sich Heinz Kett als Sprecher der FDP/UB das Bürgerfest. Parteien würden keine Werbung treiben, "wenn sie das Angebot bereichern, dann belebt das". Damit hatte Robert Lindner (SPD) kein Problem.

Bürgermeister Stich informierte über ein entsprechendes Angebot der Riedl-Bräu in Verbindung mit der Hausbrauerei Harald Schaller aus Floß. In den vergangenen Jahren hatte der Markt mit der Gambrinus-Brauerei Weiden einen zuverlässigen Partner. CSU/FL-Sprecher Betz stieg darauf ein, dass Schaller am 15. März ein Angebot für die Bierlieferung abgegeben hat. Bis Ende April wurde eine Entscheidung versprochen. Nun wird es nach Rücksprache mit Schaller mehr als eng.

Echtes Flosser Bier, auch wenn es Plößberger Wasser ist, war auch für SPD-Sprecher Robert Lindner eine Aufwertung des Bürgerfestes. Ebenso wie für Heinz Kett (FDP/UB), der eine baldige Klärung mit dem Anbieter forderte, wobei die Konditionen stimmen müssen. "Ich konnte von mir aus nicht ohne einen Gremiumsbeschluss zusagen", führte Stich an. Er kündigte aufgrund der Aussagen im Marktrat ein Gespräch am Freitag mit dem Antragsteller an.

Darüber informierte der Bürgermeister unsere Zeitung. Schaller sei es nach den Worten von Bürgermeister Stich nicht unrecht, wenn die Situation mit der Weidener Brauerei dieses Jahr beibehalten wird. Organisatorisch mit der Bereitstellung des gesamten Inventars, angefangen bei Toilettenwagen bis zu Garnituren könne er zu der Zeit keine festen Zusagen machen.

Ertrag nach dem Fest

Für nächstes Jahr stehe er aber Gewehr bei Fuß und dann gibt es beim 40-jährigen Bestehen des Bürgerfestes Flosser Bier, freut sich der Bürgermeister. Da man das Fell des Bären nicht verteilen will, bevor dieser erlegt ist, einigte man sich darauf, über eine mögliche Verwendung des Reinertrages nach dem Fest zu sprechen.
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