Bürgergespräche dienen dazu, sich die Wünsche, Sorgen und Nöte de Bevölkerung anzuhören. Manchmal sind die Treffen aber auch dafür da, sich vorzustellen. Wie im Fall von Marcus Eichenmüller. Was Bürgermeister Sepp Reindl zu sagen hatte, war aber noch interessanter.
Dorferneuerung: Start in Sicht

(ads) "Die Bürgergespräche sind eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich mit den Bürgern auszutauschen, so dass die CSU diese Treffen auch weiterhin beibehalten will", sagte Marcus Eichenmüller beim "Beck'n". Eichermüller ließ es sich als neuer CSU-Ortsvorsitzender nicht nehmen, sich auch persönlich vorzustellen.

"Gratulation für den gelungenen Pfingstritt und dem damit verbundenen grandiosen Eindruck, den alle Besucher, gerade auch unser hochwürdigster Bischof, mit nach Hause nehmen konnten", würdigte Bürgermeister Sepp Reindl das gute Zusammenwirken der Dorfgemeinschaft. Der Bürgermeister informierte zudem über den Stand der Dorferneuerung und berichtete, dass Projektleiter Andreas Schmidt vom Amt für ländliche Entwicklung vollen Lobes über die Teilnehmergemeinschaft sei. Zwei Millionen Euro stünden für Maßnahmen in Kemnath und Sitzambuch bereit. "Den Takt bestimmen das Amt für ländliche Entwicklung und die Teilnehmergemeinschaft, die auch den Kontakt zur Bevölkerung halten müssen", hob Reindl hervor. Begonnen werde zunächst in Sitzambuch, da dies in terminlichen Einklang mit dem Anschluss an die Abwasserentsorgung zu bringen sei.

Günstigere Reparatur

Reparatur oder Vollausbau der Ebensberger Straße? Mit dieser Frage hatten sich Stadtrat und Anlieger zuletzt befasst. Ein Vollausbau hätte laut Reindl bedeutet, dass sich die Anwohner mit 180 000 Euro beteiligen müssten. Nach eingehender Beratung folgte der Stadtrat dem CSU-Vorschlag, gestützt durch das Interesse der Anlieger, und befürwortete eine Reparatur, wenngleich man sich dabei bewusst sei, dass dies nur eine kurz- bis mittelfristig Lösung darstelle, informierte der Rathauschef.

Den Weiterbau des Nahwärmenetzes sahen einige Kemnather mit Sorge, da die Bauarbeiten nach dem Winter noch nicht aufgenommen worden seien. Markus Nagler bekräftigte in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratsmitglied der AOVE-Bürgerenergie, dass in Kürze mit dem Weiterbau begonnen werde. Während der Arbeiten sei das Projekt durch weitere Anschlusswillige angewachsen, was auch technisch und finanziell zu bewältigt gewesen sei. "Ziel ist, dass heuer jeder angeschlossen wird, der Fernwärme beziehen will."

"Wann geht es mit dem Ausbau der Staatsstraße Kemnath - Neunaigen weiter?", wollten einige Zuhörer wissen. Sepp Reindl konnte berichten, dass er vom Straßenbauamt eine Zusage für heuer bekommen habe, nachdem nun die Grundstücksangelegenheiten geregelt seien. Auch der Bau der Umgehungsstraße Mertenberg rücke näher, möglicherweise werde im nächsten Jahr bereits mit dem Brückenbauwerk begonnen.

Breitband erwünscht

Diskutiert wurde auch der Breitbandausbau im gesamten Stadtgebiet. Hier hat die Stadt laut Bürgermeister Reindl die Breitbandberatung Bayern eingeschaltet. Die Ergebnisse des Markterkundungsverfahrens seien dem Stadtrat vorgestellt worden. Dementsprechend seien die Erschließungsgebiete festlegt worden. "Ziel ist ein Ausbau auf eine Bandbreite von 50 Mbit. jedoch mindestens 30 Mbit in den nächsten beiden Jahren", erklärte Sepp Reindl.
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