Bürgermeister als Arbeitsvermittler

(do/wüw) Die Hauptversammlung (siehe Bericht nebenan) nutzte die CSU dafür, Bürgermeister Peter Lehr für sein Handeln in Sachen Ortskern zu kritisieren. Besonders das Aus für die internistische Praxis kreidete die CSU Lehr an. Handwerksmeister Hans Ziegler befürchtet für die Altstadt einen weiteren Abwärtstrend: "Wir können hier bald die Gehsteige hochklappen". Das Bemühen der Stadt um die Sicherung der Patientenversorgung scheine sich in Grenzen zu halten. Gefordert wurde, mit neuen gesetzlichen Instrumenten zur Verbesserung der medizinischen Versorgung den internistischen Facharztsitz zu halten. CSU-Ortsvorsitzende Dr. Sabine Schultes, selbst Allgemeinmedizinerin, versprach, Kontakt mit Ansprechpartnern zu suchen.

Genau das habe er in den letzten Wochen gemacht, kontert Lehr. Die angesprochenen neuen Instrumente greifen erst im Herbst, dennoch habe er versucht, den Arztsitz zu halten. Die Kliniken Oberpfalz Nord wären bereit gewesen, ihn Dr. Monika Attinger abzukaufen, um einen Internisten im ehemaligen Krankenhaus anzustellen. Gescheitert sei dies an Attingers Nein. Er selbst habe Gespräche mit Arzthelferinnen geführt, um sie zu vermitteln. "Ich war zuletzt mehr Arbeitsvermittler als Bürgermeister." Mehr konnte er nicht tun. Er frage sich aber, was die CSU getan hat. Sie habe die Gefahr gekannt. "Wieso will Frau Schultes erst jetzt Gespräche führen?"
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