Bürgermeister infiziert

"Unsere große Auslandsreise müssen wir um ein Jahr verschieben", bedauerten Christian Bauer und Thomas Neugirg in der Stammesversammlung der Pfadfinder. Der Grund dafür ist aber denkbar einfach.

Die große Stammesfahrt, wie sie alle zwei Jahre in den Pfingstferien stattfindet, sei terminlich nicht mehr unterzubringen, sagten die beiden Vorsitzenden. Grund ist das gleichzeitig (15. bis 21. Mai) stattfindende Diözesan-Zeltlager in Thalmässing. Daran wollen sich die Neuhauser zahlreich beteiligen. Ein Ausweichtermin sei wegen des straff geplanten Jahresprogrammes nicht möglich.

So zählte die Führungsspitze in der Jahreshauptversammlung nicht nur die etablierten Aktionen wie etwa den Friedenslichtgottesdienst am 19. Dezember, das Johannisfeuer Ende Juni oder das Brunnenfest am ersten August-Wochenende auf, sondern kündigten ebenso einen gemeinsamen Tagesausflug sowie ein Hüttenwochenende im Herbst an.

Auch im Fasching aktiv

Zudem stünden mit dem 50. Geburtstag des Nachbarstammes Windischeschenbach sowie verschiedener Veranstaltungen im pfarrlichen Leben weitere Verpflichtungen für die Pfadfinder an. Lucia Windschiegl ergänzte die lange Liste um die Termine der Pfadfinder-Faschingsgesellschaft (PFG), die 2016 wieder mit Prinzenpaar, Hofstaat und Garde glänzen will.

Sie verwies auf den Pfadiball am 15. Januar in der Schafferhof-Tenne sowie auf die Auftritte beim Agatha-Abend am 5. Februar, dem Rosenmontagsball der Feuerwehr und den Faschingsumzügen in Neustadt und Neuhaus. Der enge Jahresplan 2016 knüpft nahtlos an ein ereignisreiches Jahr 2015 an, wie beim Rückblick deutlich wurde. Mit 30 Aktionen auf Stammes- oder Stufenebene und zahllosen Gruppenstunden zogen die Neuhauser Pfadis eine überaus positive Bilanz. Eine Fotoshow sowie die teils unterhaltsam vorgetragenen Gruppenstunden-Berichte der neun Sippen brachten den besonderen Geist innerhalb des Vereins, der 211 Mitglieder zählt, zum Ausdruck.

Bürgermeister Karlheinz Budnik ließ sich davon anstecken und begann zur Erheiterung des voll besetzten Pfarrheim-Saales seine Grußworte schmunzelnd mit der Beschreibung: "Ich vertrete die Sippe Stadtrat. Wir sind 21 Mitglieder - wenn alle da sind - sind alle junggeblieben, überfallen niemanden, sondern fallen höchstens übereinander her ..."

Dickes Lob

Nach dieser komödiantischen Einlage lobte das Stadtoberhaupt den Enthusiasmus, mit dem die Leiterrunde arbeitet. Dem schloss sich Werner Sauer an. Der Vertreter der SPD-Fraktion stellte die bereits seit Jahren andauernde hervorragende Jugendarbeit des Neuhauser Stammes heraus.

Gitte Kreinhöfner dankte in Vertretung der Pfarrei Heilig-Geist für die Aktivitäten im kirchlichen Bereich. Stadträtin Monika Hartmann lud die Jugendlichen im Rahmen ihres Engagements für den Oberpfälzer Waldverein zu einem zweitägigen Film-Workshop des Amtes für nichtstaatliche Museen ein.
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