Bürgermeister überrascht mit Zuschuss

Bürgermeister Toni Dutz ging in seiner Ansprache auf die Entstehung der evangelischen Kirche ein. Bereits 1935 habe Pfarrer Friedrich Krag einen Bethausbauverein gegründet und erhebliche Beträge für einen Kirchenbau gesammelt, die aber durch die Nachkriegsereignisse verloren gingen. Immerhin hatte man damals bereits ein Grundstück, so der Bürgermeister. Nach dem Krieg sei der Mangel eines evangelischen Gotteshauses immer deutlicher spürbar geworden. "Die Katholiken überließen den Protestanten die Kreuzbergkirche, damit sie dort ihre Gottesdienste halten konnten."

Am 12. Juli 1953 sei es endlich so weit gewesen, dass der Grundstein für die neue Kirche gelegt werden konnte. Von den 110 000 Deutschen Mark musste die Kirchengemeinde 15 000 aufbringen, was für damalige Verhältnisse eine sehr hohe Summe war, erläuterte der Bürgermeister. Die Kirche wurde nach den Plänen von Baurat Walter Salmen errichtet. Hauptthema der Wandbilder ist der Auferstandene. Am 12. Dezember 1954 wurde das neue Gotteshaus feierlich eingeweiht.

"Und genau vor zehn Jahren, ebenfalls am vierten Advent, bekam die Kirche eine Orgel", wusste Bürgermeister Dutz. Er hatte am Sonntag eine Überraschung für die evangelische Pfarrei parat. Am Freitag hatten die Gemeinderäte auf Antrag des Bürgermeisters beschlossen, der evangelischen Kirchengemeinde einen Zuschuss für die notwendige Renovierung der Orgel zu geben: 4500 Euro. "Das sind 30 Prozent der geschätzten Kosten, so wie wir 30 Prozent der Kosten beim Pfarrzentrum übernommen haben." (si)
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