Bürgermeister verlässt Siedler

Helmut Grünbauer (Vierter von links) bleibt Vorsitzender der Siedlergemeinschaft Oberwildenau. Sein Vize ist Artur Leonhardt (Siebter von links), die Kasse führt Reinhard Biebl (Zweiter von rechts). Frauenbeauftragte ist Hannelore Quardokus (Sechste von links). Zweiter Bürgermeister Gerhard Kres (links) und stellvertretender Bezirksvorsitzender Arthur Weber (rechts) gratulierten. Bild: bey

Nach 12 Austritten und nur einem Neuzugang hat die Siedlergemeinschaft Oberwildenau 218 Mitglieder. Die hohe Zahl der Austritte war Grund für Siegfried Goschler nach Hintergründen zu fragen, weil unter anderem auch Bürgermeister Karl-Heinz Preißer den Verein verlassen hat.

Der Rückzug Preißers sei über den Bezirksverband Wohneigentum gelaufen, sagte Grünbauer. Allerdings sei der Bürgermeister gleichzeitig der Siedlergemeinschaft Neudorf beigetreten. Die anderen Austritte seien ziemlich zeitnah nach der Kommunalwahl 2014 erfolgt. Die Siedlergemeinschaft bestätigte Helmut Grünbauer in der Jahreshauptversammlung einstimmig als Vorsitzenden. Stellvertreter bleibt Artur Leonhardt. Der Bürgschaftsvertrag mit dem Markt liegt vor und bringt der Siedlergemeinschaft die benötigte Finanzspritze für den Weiterbau des Siedlerstodels.

Reinhard Biebl berichtete über die finanzielle Situation. Insgesamt haben die Siedler für den Stodel bislang 5200 Euro ausgegeben. Kritisch äußerte sich Biebl zum Verfahrensablauf wegen der Unterschrift unter die Bürgschaftserklärung seitens der Marktgemeinde, ohne dabei Namen zu nennen.

Zweiter Bürgermeister Gerhard Kres erklärte, dass die Verzögerungen bei der Unterschrift unter die Bankbürgschaft "nicht an den Marktratsmitgliedern" gelegen hätten. Er selbst habe viermal nachgefragt und sei dafür kritisiert worden. Es seien immer wieder die Hinweise gegeben worden, dass auf dem Grundstück Ordnung zu halten sei. Er vermute, dass Bürgermeister Preißer "Druck vom Landratsamt" erhalten habe.

Grünbauer erinnerte an eine Vielzahl eigener Veranstaltungen. Dazu gehörten das Backofenfest und die Erntedankfeier mit einer kurzfristig verpflichteten Musikgruppe, die so gut ankam, dass sie auch dieses Jahr wieder spielen soll. Der Fischzug fiel wegen beruflicher Verpflichtungen des Mitglieder und mangels geeigneter Lokale aus.

Mehr Helfer, bitte

Geräte wurden fleißig ausgeliehen, was zu mehr Reparaturbedarf führte. Die Mitglieder beteiligten sich rege an Sammelbestellungen für Torf, Erden und Düngemittel. Grünbauer bedauerte, das sich nur wenige am Bau des Siedlerstodels beteiligen.

Frauenbeauftragte Hannelore Quardokus regte an, die "Hutza-Nachmittage" auf den jeweils ersten Donnerstag im Monat mit Treffpunkt Naabtalhaus zu legen. In diesem Jahr wollen die Siedlerfrauen den Kräutergarten in Waldsassen besuchen.

Arthur Weber, stellvertretender Vorsitzender des Bezirksverbandes Wohneigentum, erklärte, dass es wegen des Neubaus der Geschäftsstelle des Verbandes Wohneigentum keine Beitragserhöhungen geben werde. Für langjährige Verdienste überreichte er das Ehrenzeichen in Gold des Landesverbandes an Reinhold Biebl und das Ehrenzeichen in Silber an Günter Eisenreich.
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