Bürgernetzwerk nach drei Jahren in Auerbach etabliert
Hilfe in Alltagsfragen

Bei seiner Gründung vor drei Jahren steckte sich das Bürgernetzwerk tägliche Öffnungszeiten von 9 bis 17 Uhr als Ziel. "Dank der ungebrochenen Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Mitarbeiter haben wir das durchgehalten", zog Vorsitzender Uwe Lindner in der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend das Fazit.

Mit zwölf Gründungsmitgliedern ging das Bürgernetzwerk 2012 an den Start. Inzwischen ist der Verein auf 28 Mitglieder angewachsen. Zuletzt stieß Heidi Bachhuber dazu. Allen Aktiven dankte der Vorsitzende für den unentgeltlichen Einsatz: "Das ist praktizierte Nächstenliebe."

218 Anfragen beantwortet

Seit der Hauptversammlung im Februar 2014 beantworteten die Helfer 218 Anfragen. Dabei ging es um Führerscheinanträge, Behindertenausweise, Mietverträge oder -zuschüsse. Behilflich waren die ehrenamtlichen Mitarbeiter auf der Suche nach Erste-Hilfe-Kursen, Fahr- und Pflegedienste sowie Haushaltshilfen. Auch über Angebote der heimischen Geschäfte, Wegbeschreibungen oder die Öffnungszeiten des Wertstoffhofs baten Besucher um Auskunft.

Vor ernsthafte Problemfälle sahen sich die Helfer nicht gestellt. Uwe Lindner rechnet das auch dem Angebot der über 100 Vereine und Institutionen im Stadtgebiet zu. Der Hauptamtsleiter im Rathaus lobte seine Mitarbeiter im Ordnungs-, Renten- und Sozialamt. "Das Ordnungsamt im Rathaus ist und bleibt doch erste Anlaufstelle für Hilfesuchende und unsere Bürger." Mittlerweile sei das Bürgernetzwerk als zweite Instanz bei der Bevölkerung gut angekommen. Das bestätigten die zahllosen Einträge in der Liste Bürgeranliegen.

Der Weg zum Bürgerhaus

Den Tag der offenen Tür am 20. September verbuchte Lindner als "rundum tollen Erfolg". Hans Kormann zeigte den Werdegang vom Burgerhaus zum Bürgerhaus bei Kaffee und Kuchen in einer Diaschau. Spenden sorgten für ein Plus in der Kasse.

Die von Franz Steubl gesponserte Suche-/Biete-Wand werde inzwischen gut angenommen. Profitiert habe der Verein vom Kohlenmeiler-Fest, dem Beitrag der Raiffeisenbank zur 700-Jahr-Feier der Stadt. Aus dem Verkauf der gewonnenen Holzkohle nahm das Bürgernetzwerk den Erlös von 1600 Euro entgegen.

Neue Ideen entwickeln

Bei der Abstimmung über den Jahresbeitrag - derzeit sechs Euro - demonstrierten die Mitglieder Einigkeit mit dem Vorsitzenden: Es besteht kein Erhöhungsbedarf. Das unterstrich der Kassenbericht von Hans Kormann.

Dran bleiben

Um das Bürgernetzwerk weiter voranzubringen, spornte Uwe Lindner an, Ideen zu entwickeln und das Spektrum an Dienstleistungen ständig zu aktualisieren. "Wir müssen dran bleiben an den Bedürfnissen", erklärte der Vorsitzende - auch durch Hinweise auf andere Organisationen, etwa den Archeladen.

Durch zusätzliche Flyer könnte sich das Bürgernetzwerk noch mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung bringen. Ein Anliegen von Stadträtin Elisabeth Kolleng ist die Integration ausländischer Mitbürger. Treffen von Frauen mit und ohne Migrationshintergrund könnten zum kulturellen Austausch beitragen, warb sie für ihre Idee.

Mit Luftaufnahmen

Einen Besuch wert sei die momentane Foto-Ausstellung im Bürgerhaus mit Luftaufnahmen von Auerbach aus dem Jahr 1958. Allerdings nicht am Faschingsdienstag, denn da ist geschlossen.
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