Bürgerwille mit und ohne Stellenwert
Reaktion

Konnersreuth. (pz) Nicht unwidersprochen lassen wollen die SPD-Markträte Edgar Wenisch und Wolfgang Pötzl die Berichterstattung über die jüngste Sitzung des Marktrats. Der erste Antrag der SPD-Fraktion zum Standortsicherungsvertrag "Hirschentanz" sei schriftlich eingebracht worden; ein zweiter Antrag der SPD sei dann wegen widersprüchlicher Aussagen von Geschäftsstellenleiter Markus Troesch zu diesem Thema gefolgt.

"Die Angaben zum Standort ,Hirschentanz', die in einer Power Point durch Herrn Trösch den Marktrat vorgelegt wurden, haben wir durch zwei unabhängig voneinander erstellte Ertragsberechnungen widerlegt." Laut Wenisch und Pötzl wird der SPD-Fraktion inzwischen der Zugang zu dieser Präsentation verwehrt. "Informationen, welche wir zum Beispiel zur Vorbereitung von Sitzungen aus der Verwaltung benötigen, muss sich die SPD-Fraktion inzwischen von Bürgermeister Bindl genehmigen lassen."

"Als wichtigstes Argument zur Ablehnung des Standortes ,Hirschentanz' führt Bürgermeister Bindl den Bürgerwillen an", erklären Wenisch und Pötzl. Die Genossen zitieren Bürgermeister Bindl: "Ohne den Bürger mitzunehmen kann man nicht vorpreschen." Diese Aussage finden Edgar Wenisch und Wolfgang Pötzl erstaunlich: Denn die "Welt" habe genau dort seit 2012 neun Windkraftanlagen geplant. "Hat die Gemeinde 13 000 Euro für Planungen ausgegeben, obwohl sie wusste dass am ,Hirschentanz' nie gebaut wird?"

Beim Thema Windkraft werde mit der Bürgermeinung spekuliert; beim Schafferhof werde der Bürgerwille dagegen ignoriert, so schreiben Wenisch und Pötzl weiter. 68 Prozent der Konnersreuther hätten den Abriss des Schafferhofes gefordert. "Bürgermeister Bindl und die Markträte der CSU und der Freien Wähler haben eine Klage gegen den Denkmalschutz abgelehnt." Hier habe der Bürgerwille anscheinend keinen Stellenwert.
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