Buhlschaft ist jetzt Gottesmutter

Johannes Reitmeier.

Die Rollen sind besetzt, die Textbücher seit Weihnachten in den Händen der Schauspieler und die ersten 1000 von insgesamt 3200 Karten verkauft. Premiere für die fünfte Tirschenreuther Passion ist am Samstag, den 14. März.

Die männlichen Schauspieler sind leicht auszumachen in der Stadt. Seit geraumer Zeit sprießen die Bärte und wachsen die Haare. Im Gespräch mit Produktionsleiter Peter Geyer, Regieassistenten Manfred Grüssner, Produktionsassistentin, Gaby Saller, Spiellerratsprecher und verantwortlicher für die Deutschlandpassion, Veranstaltungsleiter Klaus Burkhard und Bürgermeister Franz Stahl sind ziemlich unaufgeregt. Sie wissen dass sie auf eine bewährte Truppe zurückgreifen können. "Da kann eigentlich nicht viel passieren." Natürlich sind alle in Wirklichkeit schon ein wenig nervös.

Etwa 70 Schauspieler werden acht Mal die Geschichte vom Leiden und Sterben Jesu in eindrucksvoller Weise auf die Kettelerhausbühne bringen. Etwa ein Drittel sind bei der Passion Neulinge. Eine davon ist Sandra Zech, die zum ersten Mal die Mutter Gottes spielt. Den Jesus mimt zum zweiten Mal nach 2010 wieder Stefan Malzer. Host Schafferhans hat es vom Judas über den Kaiaphas heuer bis zum Petrus gebracht. Florian Winklmüller, der drei Mal den Jesus und danach den Petrus spielte ist diesmal als Pontius Pilatus zu sehen. Als Evangelisten treten Albert Bauer, Dr. Maximilian Schön, Thomas Sporrer und Rudi Schmidt in Erscheinung.

Von Anfang an steht den Tirschenreuther Mimen ein ganz großer der Theaterszene mit Erfahrungen und Tipps zur Seite. Auch bei der fünften Auflage führt Autor Johannes Reitmeier (Kasten) Regie. Neu ist diesmal die Musik. Die stammt von Helmut Burkhardt, Lehrer an der Kreismusikschule. Er hat darin alte oberpfälzer Wallfahrs- und Passionslieder verarbeitet. Sei t einem Jahr arbeitet er an der Umsetzung.

Die Musiker sind alle Musiklehrer. Katharina Weinberger spielt die Querflöte, Marie Kuzmiaková Klarinette, Stefanie Heinrich Violine, Jakob Johannes Schröder Viola, Kinga Schröder Cello, Helmut Burkhardt Cembalo und David Scharnagl Pauke. Zur Premiere am Samstag, 14. März um 20 Uhr hat sich neben viel Lokalprominenz auch Bischof Rudolf Voderholzer angesagt.

Weitere Aufführungen sind am Sonntag, 15. März, Sonntag, 22. März und Sonntag, 29. März jeweils um 18 sowie am Freitag/Samstag, 20./21. März, Freitag/Samstag, 27. und 28. März, jeweils um 20 Uhr.
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