Burg ins rechte Licht rücken

"Neugestaltung ja, aber keine Touristenmeile." Das wünscht sich die Teilnehmergemeinschaft Neuhaus für die Burgstraße. Architekt Markus Götz stellte am Mittwoch im Rathaus erste Entwürfe vor.

Diese gefielen nicht nur den Anwohnern, sondern auch dem Stadtrat. Das Gremium war sich einig: Die Dorferneuerung in der Burgstraße in Neuhaus soll weiter verfolgt werden. Von den drei Plänen, die Götz der Trägergesellschaft bereits am 4. März vorgelegt hatte, fand einer besonderen Anklang. Die Neuhauser wünschen sich eine durchlaufende Asphaltbahn vom Eingang der Straße bis hinunter zur Burg, die je nach Straßenabschnitt zwischen 3 und 3,50 Meter breit ist. Nur auf einer Seite soll eine Entwässerungsrinne angebracht werden.

Nächtlicher Plausch

Um Zoiglgänger nicht zum nächtlichen Plausch auf der Straße zu animieren, regten die Anwohner an, im oberen Bereich der Burgstraße keine Sitzbänke aufzustellen. Verschiedene Grünflächen links und rechts könnten den Weg auflockern. Der Schilderwald zu Beginn der Burgstraße müsse verschwinden. Alle Informationen könnten auf einer Tafel untergebracht werden, die auf dem Marktpodest steht. Dieses könne auch als optische Verengung dienen, um Autos davon abzuhalten, die Burgstraße hinunterzufahren.

In der November-Sitzung hatte das Ingenieurbüro Zwick die Pläne für den Grundausbau der Burgstraße vorgestellt (wir berichteten). Dafür sind 220 000 Euro veranschlagt. Diese Kosten können teilweise auf die Anwohner umgelegt werden. Alles, was in den Bereich der Dorferneuerung fällt, kann vom Amt für Ländliche Entwicklung gefördert werden. Auch für private Umbauten gibt es Zuschüsse.

Kein grobes Pflaster

Seniorenbeauftragter Josef Söllner (Freie Wähler) sprach die Wahl des Kopfsteinpflasters an. "Wir sollten an Kinderwagen und Rollatoren denken. Zu grobes Pflaster ist ein absoluter Fluch", sagte er. Das Gremium gab ihm recht.

Nachdem der Stadtrat den ersten Ideen zustimmte, können die Pläne ans Amt für Ländliche Entwicklung weitergeleitet werden. Götz hofft, dass sie in drei Wochen wieder zurück sind. "Wenn's gut läuft, könnten wir heuer noch loslegen", ist sich der Architekt sicher.
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