Burgruine fit für die Zukunft

Wanderer steigen gerne auf den Lichtenegger Burgberg, um die grandiose Aussicht von oben zu genießen. Nach den Sicherungsarbeiten dürfen sie das beruhigt tun. Und das Ganze hat weniger gekostet als erwartet.

Seit 1998 nahm sich ein Förderverein der Aufgabe an, die vom Verfall bedrohte Burgruine Lichtenegg der Nachwelt zu erhalten. Dem Bau- und Geschichtsdenkmal fehlten aber noch ein gesicherte Zugang und Infos für die Besucher. Hier kam 2009 das "Leader-Programm" ins Spiel.

Zum Abschluss der Maßnahme und zur Vorstellung einer Informationsbroschüre trafen sich die Vorstandschaft des "Fördervereins Burgruine", die Amtsvertreter Hans-Michael Pilz und Veronika Högner sowie Bürgermeisterin Brigitte Bachmann und ihr Vorgänger Herbert Steinmetz.

Als "Hausherrin" - das Burggelände gehört der Gemeinde Birgland - freute sich Brigitte Bachmann über das gelungene Werk, für das ihr Vorgänger und der Verein verantwortlich zeichnen. "Ich komme selbst immer wieder einmal vorbei. Dann höre ich oft von Wanderern großes Lob für die mustergültige Restaurierung und gute Präsentation", bestätigte sie.

Den Abschlussbericht über die zum Teil mit Leader-Mitteln finanzierten Arbeiten trug Richard Pilhöfer vor. Der Zuwendungsbescheid vom Mai 2010 umfasste beim Projekt "Umweltbildung und Besucherlenkung" eine Summe von 67 000 Euro.

In mehreren Abschnitten ab Herbst 2010 lief die größte Einzelmaßnahme, der Wegebau zur Ruine. Hinzu kamen Geländer und Absperrungen beim Aufstieg zum Felsplateau, Zäune zum Schutz vor Abstürzen, Ruhebänke und Vitrinen für die archäologischen Funde. Elektroleitungen werden für das jährliche Burgfest genutzt. Die Leader-Geschäftsstelle mit Veronika Högner war bei all dem eingeschaltet.

Es wurde sparsam gearbeitet, und so weist die Endabrechnung eine Investitionssumme von 48 518 Euro aus. Die Leader-Zuwendung schlug mit 20 690 Euro zu Buche. Neben Eigenleistungen von 3851 Euro steuerte der Verein 23 977 Euro aus eigenen Mitteln bei.

Martina Dietrich konzipierte die Info-Broschüre. Sie verwendete Urkunden- und Bildmaterial aus dem Staatsarchiv und dem Bayerischem Heimatmuseum. Viele Fotos lieferte Gerhard Rösel. Die Geschichte und der Restaurierungsverlauf sind anschaulich dargestellt. Besucher können damit eine Erinnerung an Denkmal und Panorama mitnehmen.

Hans-Michael Pilz und Veronika Högner freuten sich über das gelungene Werk mit Hilfe der Leader-Mittel. Anerkennung sprachen sie für die großen Eigenleistungen und -mittel des Fördervereins aus.
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