Butter-Entertainment

Roswitha Scheidler (Mitte) hatte die Butter und ihr Publikum bestens im Griff. Heimleiterin Manuela Schusser (links) bekam das erste Glas Buttermilch. Bild: rn

Ein Nachmittag mit frischer Butter war den Bewohnern des Eschenbacher Seniorenheims versprochen, doch Roswitha Scheidler bot ihnen noch viel mehr. Die frühere Kreisbäuerin bewies das Talent eines Showmasters.

Mit frischer Butter versorgte Roswitha Scheidler die Bewohner im BRK-Seniorenheim, und mit den passenden Sprüchen dazu: "Butter, Butter, dou de zsam, wie da Dreg am Weiherdamm! Sogs a da Elisabeth, dass da Butter zsamma geiht", reimte die frühere Kreisbäuerin. Und die Milch in den beiden Butterfässern gehorchte.

Die Bewohner hatten sich im Mehrzweckraum versammelt und warteten auf ihr Abendessen. Solche Abwechslung gehört zum Veranstaltungsprogramm des Seniorenheims. Nach Küchlbacken am Rosenmontag, Musik und Gesang am Faschingsdienstag und dem Kreuzweg mit Wirtschaftsschülern war nun eben Roswitha Scheidler aus Harlesberg gekommen. Sie hatte aber viel mehr zu bieten als bloße Butter. Zur Einstimmung stellte sie sich in Versform vor: "Wer min net kennt, dem sog i's glei, vom Landkreis bin i's Butterwei! Vo Erdäpfel wird g'nug heit g'redt, doch ohne Butter schmecken's net. So kinnt's glei alle live daleb'n, wei mühsam früha's Buttern gwen. Deswegn hob i a Fasserl mitbracht, dou drin, dou wird Butter g'macht. A dicke Rahm ei - dann wird g'stampft, bis ma g'höri schwitzt und dampft. Da Buttter sollat halt wos wer'n. Jetzt brauch i a paar feste Herrn. An Schurz kriagts um, so is des Brauch, dass niat fett wird eier Bauch. Freia hot des G'stampf laaang dauert, hot im Fassl d'Hex drin g'lauert. Schnell an Weihbrunn eini g'spritzt, dass des Louder assi flitzt. Heit is ganz sicher koine drin, denn bei so viel brave Leit klappt's bestimmt, mit Sicherheit."

Als Helfer standen ihr Heimfürsprecherin Roswitha Brunner, Hausmeister Herbert Hablawetz und Heimbewohner Paul Schneider zur Seite. Nach dem Stampfen verfolgten die Senioren das Umfüllen der Butter in eine Wanne und das Formen zu Butterknödeln. Dabei genossen sie das wohl beste Abfallprodukt der Welt: frische Buttermilch

Helfer brachten Butter, Brot, heiße Kartoffeln, Kräuterquark, Limburger und Milch auf die Tische und zu den Bewohnern, die auf den Zimmern bleiben mussten.
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