Calisthenics-Park: Noch Frage der Definition

Laut Tagesordnung hätte es um Standort-Vorschläge für einen Calisthenics-Park gehen sollen: Im Bauausschuss zeigte sich aber ganz schnell, dass es vielleicht sinnvoll sei, erst einmal zu definieren, was das überhaupt ist - und was das Gremium eigentlich will.

Kemnath. (stg) Die einleitenden Worte von Bürgermeister Werner Nickl machten das Dilemma schon deutlich: "Es gibt offensichtlich unterschiedliche Deutungen, um was es sich bei Calisthenics handelt." Es sei deshalb angebracht, dass sich das Gremium darüber klar werde.

Eigentlich, so der Bürgermeister etwas bildlich gesprochen, handele es sich dabei um Sportgeräte für "junge, kräftig gebaute Menschen, um Muckis aufzubauen". Dies führe allerdings etwas vom eigentlichen Ansatz weg, dass etwas Generationenübergreifendes geschaffen werden solle. Soll heißen, dass Geräte angeschafft werden, an denen auch Senioren ohne Probleme Übungen machen könnten.

Generell würden die Geräte in die vorhandenen Parkanlagen an Seeleite oder Eisweiher nicht hineinpassen, meinte der Rathauschef. Es sei vielmehr zu überlegen, diese entlang des Fußweges aufzustellen, der künftig über das Dietl-Anwesen führen soll.

Mehr Attraktivität

Ely Eibisch (FWG) führte aus, dass ein Calisthenics-Park eine Bereicherung für die Kommune sei und für eine Attraktivitätssteigerung sorgen würde. Im Unterschied zu Bürgermeister Nickl sah er im Eisweiher einen idealen Standort. Auch sei die Grundsatzentscheidung für einen Calisthenics-Park doch schon gefallen. Michael Hautmann (CLU) hinterfragte, ob man sich mit diesen Geräten zu anderen gewerblichen Anbietern in Konkurrenz trete.

Aufs Brauhaus-Gelände

Josef Krauß (CSU) machte darauf aufmerksam, dass der Ausschuss ja schon Probleme damit habe, den Begriff überhaupt zu definieren. Nach Ansicht von Stefan Prechtl (CSU) sollte ein Calisthenics-Park generationenübergreifend gestaltet sein. Als möglichen Standort brachte er das derzeit noch brachliegende ehemalige Brauhaus-Gelände in Spiel.

Insgesamt kam das Gremium überein, den Denkprozess noch fortzusetzen und in dieser Frage auch mit dem Vitalsportverein Kemnath Kontakt aufzunehmen.
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