Chance auf Olympiateilnahme nur noch minimal
Heidemann bangt

Peking-Gewinnerin Britta Heidemann muss mehr denn je um ihre vierte Teilnahme an Olympischen Spielen bangen. "Damendegen über die Team-Qualifikation ist abgehakt", sagte Sven Ressel, Sportdirektor des Deutschen Fechter-Bundes, am Montag. Rein rechnerisch gebe es bei zwei ausstehenden Weltcups noch kleine Chancen. "Realistisch aber keine", ergänzte Ressel.

Nach Platz 17 beim Mannschafts-Weltpokal am Sonntag in Nanjing/China nehmen die Leverkusenerin Heidemann und ihre Mitfechterinnen in der Weltrangliste nur Platz zwölf ein. Damit ist die Teilnahme eines deutschen Damendegen-Teams in Rio illusorisch. Womöglich kann nur eine Athletin mit der einstigen deutschen Vorzeige-Waffe dabei sein.

Wenn sich keine Deutsche bis zum Olympia-Qualifikationsschluss am 4. April 2016 das Ticket über die Einzel-Weltrangliste sichert, bliebe als letzte Möglichkeit die Europa-Zonenausscheidung im April in Prag. Dort müsste eine Deutsche allerdings gewinnen.

Wer dort startet, ist offen. Letzten Endes werde das DFeB-Präsidium entscheiden, erläuterte Ressel. Ausschlaggebend seien dann die Weltranglistenpositionen und die Aussichten auf eine mögliche Medaille in Rio. Das spräche für Heidemann, die in Peking 2008 Gold und in London 2012 Silber gewann. In der Weltrangliste ist Heidemann momentan 32., Alexandra Ndolo (ebenfalls Leverkusen) wird direkt vor Monika Sozanska aus Leipzig an Position 40 geführt.

Nach aktuellem Stand haben zwei Säbelfechter den Rio-Start sicher. Die Degenherren haben gute Chancen, sich über das Team zu qualifizieren und damit drei Einzelstarter stellen zu dürfen. Dazu kommen die Florett-Asse Carolin Golubytskyi und Peter Joppich.
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