Chance bei der TSG Hoffenheim

Die neue Vereinsfarbe für Michaela Specht ist blau. Die Fußball-Juniorennationalspielerin aus Grafenwöhr wechselte nämlich von den Roten, dem FC Bayern München, in den Kraichgau zur TSG Hoffenheim.

Hoffenheim. (dö) Die Chance auf Bundesliga-Fußball war für die 18-Jährige beim deutschen Meister dermaßen gering, dass sie sich gezwungen sah, sich um eine andere Möglichkeit umzusehen. "Ich bin ja nicht blind und weiß wer da alles spielt. Die Münchner Mannschaft besteht fast ausschließlich aus A-Nationalspielerinnen, da komme ich kaum zum Zug", begründet sie ihren Wechsel. Dass man sie für das Bundesliga-Team nicht unbedingt benötigt, wurde ihr ebenfalls mitgeteilt.

Bei der ehrgeizigen Nachwuchsfußballerin ist die Erkenntnis, dass sie beim FC Bayern nicht ihre nähere Zukunft sieht, schon im Winter gereift. "Man macht sich doch Gedanken, wie es weitergeht und da habe ich in München sportlich keine großen Chancen mehr gesehen."

Schnell war der Kontakt zur TSG Hoffenheim, die im dritten Jahr der Bundesliga angehört, hergestellt. "Schon beim Probetraining habe ich mich wohlgefühlt. Der Verein hat sich um alles gekümmert", gesteht die Grafenwöhrerin. Als Abwehrspielerin hat sie einen festen Platz im 16er-Kader, den sie natürlich verteidigen will.

"Hier erhalte ich die Chance, Bundesliga zu spielen", freut sich Michaela Specht auf ihre sportliche Zukunft. Natürlich ist jetzt das Aufeinandertreffen mit Meister FC Bayern München besonders interessant, aber zum Duell mit ihren ehemaligen Kolleginnen kommt es im letzten Saisonspiel.

Wenigstens hat sie schulisch erfolgreich abgeschlossen, denn ein Abitur mit 1,7 ist aller Ehren wert. Beruflich folgen jetzt erst einmal drei Praktika, bevor es studiumsmäßig oder beruflich weitergeht.

Für die U17-Europameisterin ist auch die Nationalmannschaft weiterhin ein Thema. "Bei der kürzlich beendeten U19-WM war ich nicht dabei, da bin ich im letzten Vorbereitungslehrgang ausgeschieden", berichtet sie. Aber im Sommer geht es wieder los mit der Sichtung und da gehört Michaela Specht zum älteren Jahrgang der U19 und macht sich deshalb berechtigte Hoffnung auf weitere Einsätze im DFB-Team.
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