Chance für Bauwillige

Über die aktuelle Lage und die Zukunft Fischbachs sprachen (von links): 2. Bürgermeister Albert Meierhofer, Gerhard Lang, Gottfried Schuster, Vorsitzender Albert Herzog, Reinhard Lang und MdB Karl Holmeier. Bild: heg

Fischbach und dessen Entwicklung waren das Hauptthema beim politischen Stammtisch des CSU-Ortsverbandes im Gasthaus "Zur Sonne" in Brunn. Vorsitzender Albert Herzog sprach über die Veränderungen in der Pfarrei nach dem Tod von Pater Stanislaw Warszewski, die Möglichkeit eines "Rufbusses" und eine Ortskernsanierung.

(heg) Für Herzog bedeutet der Ankauf von Baulandflächen durch die Stadt Nittenau eine große Chance für Bauwillige in Fischbach, die bisher keine Möglichkeiten hatten, sich in Fischbach niederzulassen. Es gehe hier um immerhin bis zu 18 Bauparzellen und 1,6 Hektar Mischgebiet für nichtstörendes Gewerbe. Dass dabei die "Kröte" Ökonomiehof (teilweise denkmalgeschützt und in Teilen sanierungsbedürftig) mit geschluckt werden musste, verursachte differenzierte Meinungen im Stadtrat.

Baurecht ab 2016

Das Projekt ist sogar wegen eines fehlenden Gutachtens schon ad acta gelegt worden. Als durch Bürgermeister Karl Bley auf Bitte von Stadtrat Herzog das Thema nochmals aufgegriffen wurde, konnte der Stadtrat jedoch von der Notwendigkeit eines Engagements der Stadt für Fischbachs Entwicklung überzeugt werden. Nach derzeitigem Stand könne man von einem Baurecht noch im Jahr 2016 ausgehen. Beim Interkommunalen Entwicklungskonzept (IEK) zusammen mit den Nachbargemeinden Walderbach und Reichenbach, wurde auch Fischbach mit von der Stadt Nittenau eingeplant. Es gibt laut Bürgermeister mehrere Bewerber-Kommunen, man sei aber mittlerweile in der engeren Wahl. Mit Fördergeldern könnte eine umfassende Ortskernsanierung inklusive dem Ensembleobjekt Schreinerhaus in Angriff genommen werden.

Dank für die Treue

"Dass Fischbach keinen eigenen Pfarrer mehr bekommt, ist Fakt", sagte Herzog. Dennoch werde die Pfarrgemeinde als solche mit Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat eigenständig bleiben. Ein Antrag zur Kindergarten-Erweiterung St. Josef in Fischbach werde seitens der Diözese ebenfalls weiterverfolgt, eine endgültige Entscheidung stehe aber noch aus. Der Anschluss der Kläranlage Fischbach an die Zweckverbandsanlage nach Nittenau sei ab 2020 bereits eingeplant.

Die Sprache kam auch auf eine öffentliche Verbindung nach Bruck. Herzog erklärte, dass er sich eine Art "Rufbus" in nicht so frequentierten Regionen vorstellen könne. Ehrengast MdB Karl Holmeier verriet, dass er sich einen vierspurigen Ausbau der B 16 in Richtung Regensburg schon ab Nittenau vorstellen könne. Herzog dankte schließlich den Jubilaren für ihre 25-jährige Treue zum Ortsverband. Eine Ehrennadel in Silber mit Urkunde für ein Vierteljahrhundert Mitgliedschaft erhielten Gerhard Lang, Reinhard Lang und Gottfried Schuster.
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