Charme des Bahnhofgebäudes erhalten

Peter Kuchenreuther erläuterte die Beschaffenheit des Bahnhofsgebäudes sowie einen Sanierungs- und Kostenplan für die Nachnutzung. Der Komplex bestehe aus unterschiedlichen Fassadenmaterialien, Eternitplatten am Bahnhof und Klinker am Anbau. Der Bahnhof sei ein Sandsteingebäude, Verzierungen und Simse seien vor dessen Verkleidung abgeschlagen worden.

Wie historisch gewohnt, werde das Gebäude von Norden her - zukünftig barrierefrei - erschlossen. Im Erdgeschoss könne sich eine kleine Gastronomie mit Bewirtschaftung im Außenbereich entwickeln. Auch fänden Abstellräume für die Gemeinde Platz. Ein Aufzug fahre im zentralen Bereich bis ganz nach oben. Im ersten Obergeschoss seien ein Gemeindearchiv und -museum sowie Toiletten geplant. Die darüberliegende Etage sei für Nutzer mit Büro- und Dienstleistungen geplant. Im Dachgeschoss entstehen Gemeindearchiv und -ablage.

Architektur und Charme des Gebäudes werden unter Berücksichtigung energetischer Punkte weiterentwickelt, versicherte Kuchenreuther. Die Fassade könne verputzt und mit Farbe gestaltet, die Gesimse mit Putz in einheitlicher Farbe nachgestellt werden. Kostenpunkt für die Sanierung nach Gewerken: 1,4 Millionen Euro.

Das Konzept überzeugte ebenfalls das Gremium. Mit der Deutschen Bahn sollen Gespräche bezüglich der Toilettennutzung im Erdgeschoss laut bestehendem Mietvertrag geführt werden. Weiter ist der Einbau von Toiletten im Kellergeschoss zu prüfen, so wie es Karl Lenhard vorgeschlagen hat. Auch hier soll zeitnah ein Gespräch mit der Regierung der Oberpfalz wegen der Anmeldung für das Städtebauförderprogramm 2016 geführt werden.

"Ein interessantes Konzept, es entspricht der Diskussion und der Linie des Gemeinderates", lobte Dr. Günther Fütterer. Dieter König regte an, den Fußweg zur Staatsstraße mit einzubeziehen. Erni Bühl sprach sich dafür aus, den Sandsteincharakter des Gebäudes zu erhalten. Jedoch ist laut Kuchenreuther dessen Gesamtzustand erst zu erkennen, wenn die Verkleidung entfernt ist. Dann könne entschieden werden, die Dämmung ins Innere des Gebäudes zu verlegen, dies koste jedoch Raum und erfordere Flexibilität in der Planung. Dr. Günther Fütterer sah im Putz die günstigere Lösung. (kkl)
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