Chronist der Stadtgeschichte

Heimatforscher, Fotochronist, exzellenter Kenner der Stadtgeschichte - das ist Bernd Thurn (links). Für seine jahrzehntelange, überaus verdienstvolle Mitarbeit ernannte ihn der Heimatverein zum Ehrenbeirat. Vorsitzender Karlheinz Keck überreichte die Ernennungsurkunde. Bild: rn

"Sein Wissen zur Stadtgeschichte gilt als legendär", sagte Vorsitzender Karlheinz Keck. Doch nicht nur deshalb ernannte der Heimatverein Bernd Thurn zum Ehrenbeirat. Er würdigte damit dessen jahrzehntelange, unermüdliche und verdienstvolle Mitarbeit.

Und so ging der Verleihung der Urkunde in der Mitgliederversammlung (wir berichteten) eine längere Laudatio voraus.

Als Maßstab für die Dauer von Thurns Mitarbeit diente Keck die jährliche Publikation "Heimat Eschenbach", deren 37. Folge bald veröffentlicht wird. "Genau so lange ist Bernd Thurn als aktives Mitglied im Heimatverein tätig", betonte der Laudator. Doch damit nicht genug: "Jährlich behandelt er in dieser Publikation in heimatkundlichen Aufsätzen Themen aus der Stadtgeschichte und sorgt für die fotografische Gestaltung aller dort veröffentlichten Beiträge."

Die Liebe zum Bild und zur Fotografie habe der neue Ehrenbeirat in hohem Maße für den Heimatverein und für Eschenbach eingebracht. "Unser Bernd ist seit Jahrzehnten als Fotochronist tätig. Er verwaltet das mehr als 10 000 historische Aufnahmen umfassende Bildarchiv des Heimatvereins, fertigt Reproduktionen alter Aufnahmen und kommentiert das Abgebildete für das Stadtarchiv."

Thurn interviewe zudem zahlreiche ältere Eschenbacher und erstelle in einer Arbeitsgruppe Videoaufzeichnungen und Dokumentationen von interessanten Lebensläufen. Er gestalte gerne gebuchte historische Stadtführungen sowie Lichtbildervorträge zur Stadtgeschichte. Und auch als Lehrer habe er seine lokalhistorische Begeisterung eingebracht, sagte Keck: "Er hat mit seinen Schülern in den 1980er und 1990er Jahren immer wieder Arbeiten zur Geschichte seiner Heimat gestaltet, die auch vom Kultusministerium prämiiert wurden. Aus diesen Initiativen sind weitere Veröffentlichungen entstanden." Als Beispiel nannte der Vorsitzende den Band "Was Großvater und Großmutter erzählen".

Thurn sei nicht zuletzt Mitverfasser des Heimatbuches "Eschenbach und Speinshart - eine Chronik in Bildern" und der weiteren Bände "Wie die Zeit vergeht - Historische Bilder aus dem Eschenbacher Leben", "Eschenbacher Bürgerhäuser", "Meine Schulzeit" und "Plempl, Bist und Bockl". Einen hohen Stellenwert maß der Laudator dem Stadtführer "Ein Rundgang durch die Alte Stadt" bei. Schließlich würdigte er Thurns Beteiligung an der Ausstellung "Spurensuche 1914/18 - Heimat und Erster Weltkrieg" sowie zahlreicher Vorläuferveranstaltungen.
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