Claudia Koreck stellt am Schafferhof ihr Album "Stadt Land Fluss" vor
Bayerisches Energiebündel

Mit Gitarre und ausdrucksstarker Stimme begeisterte Claudia Koreck ihre Fans am Schafferhof. Bild: fvo
Hätte der Abend etwas mit dem altbekannten Spiel "Stadt-Land-Fluss" zu tun gehabt, müsste unter der Rubrik "Erfolgreiche bayerische Künstlerin mit K" der Name Koreck stehen. Claudia Koreck präsentierte am Sonntag auf dem Schafferhof ihr Album "Stadt Land Fluss". Sie heizte die Tenne richtig auf und begeisterte mit ihren Songs nicht nur die Oberpfälzer, sondern viele Fans aus Oberfranken.

Der banale Ausdruck "Liedermacherin" ist zwar korrekt, wird den harmonischen und oft gefühlvollen Texten nicht völlig gerecht. Ihren abwechslungsreichen Mix aus Soul, Blues, Rock und Folk zelebrierte sie regelrecht. Immer wieder streute die umtriebige Künstlerin kleine Mitmach- und Mitklatschnummern ein.

Bayerischer Sound

So bereitete sie den erwartungsfrohen Zuhörern mit ihren beiden Musikern Luke Cyrus Goetze (Gitarre) und dem Briten Jacob Foord (Kontrabass) einen musikalischen Abend der Extraklasse. Gitarre, Tambourine, Ukulele oder gar einer Flöte unterstützten ihre einmalige und wandlungsfähige Stimme. Der Einstieg mit dem Titelsong "Stadt-Land-Fluss" gelang perfekt. Mit ihrem unverwechselbaren bayerischen Sound verbreitete die fast 29-Jährige von Anfang an eine entspannte und lockere Atmosphäre. In den Mittelpunkt des Abends rückte sie die Lieder ihres aktuellen gleichnamigen Albums. Dabei arbeitete sie ihr persönliches Hin und Her zwischen Stadt und Land auf.

Die quirlige Songschreiberin zog es in die Großstadt, aber auch wieder zurück ins oberbayerische Traunstein. In Neuhaus sang sie auch ältere Stücke wie "Sommer" oder "I mog die Dog", bei dem sie einmal mehr das Publikum einband.

Eine Hommage an ihr Traumland Griechenland, die Menschen dort und ihre Urlaubsjugendliebe Niko war der Song "Greece", den sie teils in englisch und in griechisch sang. "Gott sei Dank kann von euch keiner griechisch, sonst wär ich so nervös." Nachdem sie musikalisch "In da Wiesn" lag, schickte Koreck die Besucher mit dem bekannten Song "Danzn" mit Vollgas in die Pause.

Familieninterna erzählte die junge zweifache Mutter zu Beginn des zwei ten Teiles. "Als Brösel ins Bett gefallen waren, sagte mein Sohn Timmi: Mama - jetzt wär es an der Zeit für eine neue Bettbeziehung". So sang sie das Lied von ihrer Decke, die sie vermutlich besser kennt als sie selbst. Orientalisch pur wurde es beim "Lila Lem". Nicht fehlen durfte natürlich der Erfolgshit "Fliang". Sogar den Mann vom Mischpult namens "Schurrl" konnte sie schließlich beim "Beautiful" zum Schlagen der Trommel bewegen.

Drei Zugaben

Ohne Zugaben kam die beliebte Liederschreiberin nicht von der Bühne. "Wir übernachten sowieso hier um die Ecke, also was wollen wir schon so früh im Bett", meinte das Energiebündel und legte insgesamt drei weitere Songs auf. Das "Mensch sein" widmete sie kritisch ihrer ehemaligen Plattenfirma. "Dies ist der bayerische Tourneeabschluss - die nächsten Stationen sind Frankfurt, Hamburg und Stuttgart." Über zwei Stunden ließ sie die Leute an ihrem Leben teilhaben - ob gefühlvoll musikalisch oder bei den Plaudereien zwischendurch. Den Fans hat der Abend gefallen. Der Künstlerin auch: "So etwas wie hier am Schafferhof gibt es in meiner Heimatstadt nicht - schade".
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