Clubberer erfolgreicher als Profis

Die Clubberer wünschen dem FC Nürnberg eins: so erfolgreich zu sein, wie sie selbst es sind. Zehn neue Mitglieder stehen für den Aufwärtstrend der Fußballfans. Den sähen sie auch gerne beim Zweitligisten.

Immenreuth. (bkr) Die Oberpfälzer Fans waren in der Jahreshauptversammlung am Samstag in der Alten Schmiede zuversichtlich: Der FCN kann es immer noch schaffen. Die Heimspiele der Nürnberger erreichen die "Clubberer" bequem mit der Bahn. Eine Busfahrt für ein Auswärtsspiel ist schon gebucht. Am 17. Mai erhalten die Franken bei der Begegnung gegen 1860 München Unterstützung.

"Unsere Mitgliederzahl beträgt zurzeit 160", verkündete ein stolzer Vorsitzender Karl Hösl nach der Begrüßung. Die Krankheitswelle und zahlreiche Entschuldigungen minderten die Besucherzahl merklich. Etwas wehmütig blickte der Vorsitzende auf den Abstiegskampf "ihres" Vereins im vergangenen Jahr. "Die Mannschaften im hinteren Tabellendrittel überboten sich in der Abgabe der Punkte gegenseitig. Den Abstieg haben wir trotzdem richtig gefeiert."

Schluck mit Augenmaß

Der Aderlass guter Spieler drücke sich am derzeitigen sechsten Tabellenplatz aus. Hösl analysierte das besuchte Auswärtsspiel in Aue, das der Club 1:0 gewann. Vom torlosen Spiel gegen Greuther Fürth kehrten die Immenreuther Clubberer mit einem 50-Liter-Fass Bier zurück. Sie gewannen den "Kulmbacher Schluck" gegen die Fans von Johannis Nürnberg deutlich mit 8:3. Beim "Kulmbacher Schluck" wetteifern jeweils elf Teilnehmer darum, aus einem speziellen Bierglas jeweils nur soviel zu trinken, dass nach dem ersten Absetzen des Glases der Pegeln möglichst exakt zwischen zwei vier Millimeter von einander entfernten Linien platziert ist. Weniger erfolgreich war laut Karl Hösl die Teilnahme an der Fußball-Gemeindemeisterschaft: "In der Vorrunde belegten wir noch den 1. Platz. In der Zwischenrunde unterlagen wir den Campern mit 0:1. Dann ging uns die Luft aus und wir belegten den 4. Platz." Hösl blickte weiter auf den Festzug der Feuerwehr Punreuth, das Lebend-Kicker-Turnier in Kulmain und die Bezirksweihnachtsfeier in Pleystein zurück.

Den Erlös von 400 Euro aus der Tombola bei der Jahresabschlussfeier übergab der Verein noch vor Weihnachten an Heike Veigl und ihre drei Kinder. Im Herbst habe sie ihren Mann bei einem tödlichen Verkehrsunfall verloren, erinnerte der Vorsitzende. Er schwärmte von der Winterwanderung im Januar nach Fuchsendorf und dem vereinsinternen Preisschafkopf.

Auf einige bereits gebuchte Termine verwies Schriftführer Matthias Hösl. Er schrieb in den Terminkalender eine Schlachtschüssel am 21. März im Sportheim und am 13. Juni gilt Bamberg bei einer Tagesfahrt die Aufmerksamkeit. Das Jahr beschließen die Clubberer am 5. Dezember. Noch nicht terminiert ist eine Zoiglfahrt.
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