CSU Neukirchen kritisiert Fehlplanung: Einwände aus Gemeinderat nicht beachtet
Ärger über die Abwassergebühr

Für langjährige Treue hat der CSU-Ortsverband Mitglieder geehrt. Ortsvorsitzender Peter Achatzi und Kreisvorsitzender MdL Harald Schwartz (Zweiter und Dritter von links) gratulierten den Jubilaren (von links) Rudolf Poppendörfer (für 50 Jahre), Hans Maul (30), Jürgen Lösch (25), Jörg Embacher (20), Marianne Rupprecht, Wolfgang Rattai und Erna Übelacker (alle drei 25). Bild: rtw
Peter Achatzi heißt der alte und neue Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes. Bei der Hauptversammlung bestätigten die Mitglieder größtenteils ihre Führungsriege (Bericht dazu folgt). Scharf kritisiert wurde bei der Zusammenkunft die gesplittete Abwassergebühr für Neukirchen.

Bundespolitische Themen leiteten den Bericht des Vorsitzenden Peter Achatzi ein. Die Atomkatastrophe von Japan bestärke den Ortsverband in seiner Ansicht, dass die Rücknahme des Atomausstieges der falsche Weg ist. Mit einem Brief an die Bundeskanzlerin und Abgeordnete in Bund und Land fordert der Ortsverband die Rücknahme der Laufzeitverlängerung und die ergebnisoffene Prüfung der Sicherheit aller AKWs. "Es darf hier keine Tabus geben, ebenso wenig ein weiter so", machte Achatzi deutlich.

Die gesellschaftlichen Veranstaltungen seien sehr gut angenommen worden. In den Vorstandssitzungen wurden auch kommunalpolitische Themen wie Anträge zu DSL-Versorgung und Hochwasserschutz vorbereitet. Kassier Wolfgang Reiff bilanzierte eine gute Kassenlage. Die Prüfer Klemens Mertl und Günther Stadelmeier bescheinigten ihm einwandfreie Arbeit. Der stellvertretende Vorsitzende und 2. Bürgermeister Wolfgang Rattai umriss die Schwerpunkte der Gemeinderatsarbeit, "Schule und Bildung", "Infrastruktur" und "Leben und Wohnen".

Die nach Schmutz- und Oberflächenwasser getrennte Abwassergebühr, hauptsächlich für Neukirchen, kritisierte er besonders. Dass diese so eingeführt werden müsse, sei Folge einer Fehlplanung und der Nichtbeachtung von Einwänden aus dem Gemeinderat: "Wer ein bestehendes Mischsystem an eine Pumpenlösung anschließt, braucht sich dann doch nicht zu wundern, dass die Kosten für das Oberflächenwasser überverhältnismäßig hoch sind." Die Forderung des Landratsamtes auf Einführung dieser gesplitteten Gebühr sind damit laut Rattai eine Folge dieser Fehler, nicht die Ursache.

Umgehend müssten die Bürger über die Einzelheiten der Umstellung informiert werden, damit sie bei Planungen bezüglich ihrer Grundstücke die neuen Gegebenheiten einbeziehen können. Im Zuge des Hochwasserschutzkonzeptes für die Gemeinde müssten auch die Aspekte der Vermeidung von Oberflächenwasser in der Abwasseranlage eine Rolle spielen, forderte Rattai.

In seinem Ausblick stellte der Ortsvorsitzende neben der Teilnahme am Jubiläum des Männergesangsvereins auch einen Busausflug ins fränkische Weinland und eine Neuauflage des Weinfestes in Aussicht.
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