CSU verjüngt sich

Den CSU-Vorstand führt künftig Norbert Wildenauer (Zweiter von links) an. Bild: mue

Ein Generationswechsel vollzog sich bei den Neuwahlen der CSU. Neuer Vorsitzender ist der bisherige JU-Vorsitzende und Marktrat Norbert Wildenauer. Hans Anzer trat nach 16 Jahren nicht mehr an.

(mue) Anzer hatte den Ortsverband 1999 mit 48 Mitgliedern übernommen. Derzeit sind es 67 Parteifreunde, davon 15 Frauen. "In meiner Amtszeit wurden die sehr aktive Frauen-Union gegründet und der JU-Ortsverband wiederbelebt. Diese Früchte können wir nun ernten." Er versprach, die neue Mannschaft nach Kräften zu unterstützen.

Sehr erfreulich war der Kassenbericht von Hans Pirzer. Nach 24 Jahren als Schatzmeister gab auch er sein Amt in jüngere Hände. Norbert Wildenauer berichtete über den Haushaltsplan. Vorgesehen sind heuer eine Machbarkeitsstudie über Baugebiete, der Anbau am Feuerwehrhaus, die Sanierung der Trinkwasserhochbehälter sowie Straßenunterhaltungs-Maßnahmen. Die Pro-Kopf-Verschuldung sei weiter rückläufig.

Als Meilenstein für den CSU-Ortsverband bezeichnete stellvertretender Landrat Albert Nickl den Generationswechsel bei den Neuwahlen. Bereits jetzt werden die Weichen für die Kommunalwahl 2020 gestellt. Aus dem Kreistag berichtete er, dass der Ausbau der Kreisstraße NEW 28 vom Kreisverkehr bis zur Naabbrücke für 2017/18 vorgesehen sei. Auch die NEW 17 nach Glaubenwies soll zu diesem Zeitpunkt ausgebaut werden. "Voraussetzung ist jedoch, dass die Gemeinde ihre Hausaufgaben macht."

Das führte zu Diskussionen, da die Maßnahmen schon viele Jahre von der Bevölkerung gefordert werden. Die Gemeinde habe jedoch immer wieder auf den Landkreis verwiesen. Für den Bau von Gehsteigen ist die Gemeinde zuständig und muss die Initiative ergreifen. Diese befürchtet jedoch Widerstände der Anwohner, die an den Kosten beteiligt werden müssten.

Johann Gruber aus Glaubenwies kritisierte die Gemeinderäte, die mit Ausnahme von Norbert Wildenauer für die Herausnahme der Windradfläche aus dem Naturpark gestimmt hatten. "Dieser Beschluss wurde einfach durchgewunken, während man anschließend über einen Vereinszuschuss eine halbe Stunde debattierte", zeigte sich Bauer enttäuscht. Nickl betonte aber, dass dies nur ein Antrag sei, dem bisher noch nicht stattgegeben wurde. Er unterstütze die H-10-Regelung. "Ein Windrad sollte nicht gegen den Willen der Bevölkerung gebaut werden?"
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