CSU/ÜCW-Fraktion fordert im Stadtrat "neue Werbemaßnahmen" für Rußweihergebiet
Geocaching und Segway-Station

Ein Vermarktungskonzept "Kleiner und Großer Rußweiher" wünscht sich die CSU/ÜCW-Fraktion des Stadtrats. Es soll die Attraktivität des Naherholungsraumes für Einwohner und Gäste steigern und durch die Zunahme des Tourismus die Gastronomie beleben.

Das Wie und die Möglichkeiten aus Sicht der Fraktion stellte Marcus Gradl in der Sitzung vor. Er regte ein von einem Fachmann erstelltes Vermarktungskonzept an, das Ist-Stand und Entwicklungsmöglichkeiten beinhalten sollte.

Freibad aufwerten

Über eventuelle Handlungsbereiche hatte sich die Fraktion bereits Gedanken gemacht. Als Beispiele nannte Gradl die Aufwertung des Rußweiherbades beispielsweise durch Trampolin, Kletter-/Wasserrutsche und Wasserspielhaus. Im Geocaching im Bereich des Obersees sah er die Möglichkeit, auch der jüngeren Generation das Naturerlebnis näher zu bringen. Dem Fraktionssprecher war dabei daran gelegen, dem "Auswärtstrend junger Leute entgegenzuwirken".

Weitere Maßnahmen könnten eine Segway-Verleihstation am Hexenhäusl und die Ausweisung eines Wohnmobil-Stellplatzes sein. Mit Bildern von Rußweiherbad, Walderlebnispfad, Kinderspielplatz Eschenbach-Aue, Mini-Golf und Waldklettergarten ging er auf "wunderbare Voraussetzungen" ein.

Peter Nasser (ÜCW) stellte zur Diskussion, ob die bisherigen Werbemaßnahmen "noch zeitgemäß" seien. Es gelte, die Eschenbacher Besonderheiten selbstbewusster zu vermarkten. Es hielt es nicht für erforderlich, für das Vermarktungskonzept ein teueres Expertenteam einzuschalten. Er schlug vor, vielmehr eine Projektarbeit an der Tourismusschule anzustoßen oder auf kommunaler Ebene Arbeitsgruppen zu bilden.

Ausreichend Wege

Dass "unsere bisherigen Ideen nicht ankamen", bedauerte Fritz Betzl (SPD). Er rief dazu auf: "Lasst uns neu beginnen und Eschenbach zurückgewinnen." Matthias Haberberger (SPD) warnte vor einer Überfrachtung des Obersee-Gebiets. Die ausgewiesenen Wege seien ausreichend. Er stellte Vergleiche mit der Badeanlage Auerbach an und forderte: "Wir müssen Eschenbach besser vermarkten und präsentieren."

Auch Franz Fuchs trat dafür ein, den Obersee nicht durch Geocaching zu belasten. Er sprach sich für Attraktionen im Rußweiherbad aus. Diese würden dann aber einen zweiten Bademeister erforderlich machen. "Es geht heute nicht um Details", warf Nasser ein. Er wollte im Vortrag von Marcus Gradl nur Beispiele sehen. Ziel sei es, durch "neue Werbemaßnahmen" mehr Besucher nach Eschenbach zu holen.

Als Maßnahmen im Sinn des CSU/ÜCW-Antrags schlug Bürgermeister Peter Lehr drei Initiativen vor: Arbeitskreise der Fraktionen, Mitarbeit der Hotelfachschule Wiesau und der Tourismusagentur Pegnitz sowie gemeindeübergreifende Förderung der "Integrierten Ländlichen Entwicklung" für den westlichen Landkreis.
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