"Curiosity" mit Spürsinn
Stickstoff im Marsboden

Der Marsrover "Curiosity" hat Spuren von Nitrat in Bodenproben auf dem Roten Planeten aufgespürt. Die Stickstoffverbindung sei wahrscheinlich durch Hitzeschocks bei Einschlägen oder Blitzen entstanden, schreiben Jennifer Stern vom Goddard Space Flight Center der US-Raumfahrtbehörde Nasa und Kollegen in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften ("PNAS"). Die Entdeckung von Stickstoff im Marsboden erhöhe die Chancen, dass der Mars einst lebensfreundlich gewesen sein könnte. Irdisches Leben benötigte eine Quelle von chemisch fixiertem Stickstoff für die Synthese wichtiger Biomoleküle.

Der Marsrover hatte in Bodenproben auf dem Roten Planeten nach Stickstoff gefahndet. Tatsächlich entdeckte "Curiosity" Hinweise auf 70 bis 1100 ppm (Teile pro einer Million Teile) Nitrat sowohl in Marsstaub als auch in Sedimenten aus einem potenziellen ehemaligen Marssee. Der im Boden fixierte Stickstoff könnte einen einfachen Stickstoffkreislauf auf der Oberfläche ermöglicht haben und damit eine biochemisch zugängliche Stickstoffquelle, meinen die Forscher. Der Roboter "Curiosity", der etwa so groß wie ein Kleinwagen ist, untersucht seit fast drei Jahren den Roten Planeten. Er schickte bereits zahlreiche Daten und Fotos zur Erde. (dpa)
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