"Da geht was" in Pfreimd

Christian Bergler (Nummer 3),Thomas Hösl (hinten) und Max Stubenvoll (rechts) jubeln: Dazu haben die Pfreimder in dieser Saison bisher jeden Grund. Sie überwintern auf Platz zwei der Bezirksliga Nord. Bild: mhs

Sie wurde als einer der Abstiegskandidaten in der Bezirksliga Nord gehandelt. Jetzt überwintert die SpVgg Pfreimd auf Platz zwei. Spielertrainer Christian Most nennt vor allem einen Grund für die starke Entwicklung.

Pfreimd. (mr) Das Fundament hat einfach gepasst: "Entscheidend war für uns der gute Saisonstart. Das war für uns ein Zeichen: Da geht was!" Christian Most, Trainer der SpVgg Pfreimd, blickt noch einmal auf den Juli und August zurück, als seine Spieler in der Bezirksliga Nord furios loslegten. Von dieser Euphorie profitieren die Pfreimder bis zur Winterpause - von kleinen Rückschlägen einmal abgesehen. Mit Platz zwei zu Beginn der Winterpause hatten die Verantwortlichen und auch die Spieler nie und nimmer gerechnet.

Nie unter Druck

Das Auftaktprogramm hatte für die SpVgg mit dem SV Schwarzhofen und der DJK Gebenbach gleich zwei Mitfavoriten der Bezirksliga Nord vorgesehen. Viele gingen von zwei Auftaktpleiten aus, "und dann haben wir vier Punkte aus beiden Spielen geholt", freut sich Most. Die Spieler hatten mächtig Selbstvertrauen getankt. Es lief ordentlich weiter. Auch die Trainingsarbeit machte danach mehr Spaß. "Wir sind auch bei den Spielen nie unter Druck gestanden, gewinnen zu müssen", sagte der Coach. 34 Zähler haben die Pfreimder in den bisher 19 Spielen gesammelt. In der kompletten vergangenen Spielzeit, als Pfreimd bis zum Schluss gegen den Abstieg kämpfte, waren es 36 Punkte.

Das Ziel vor Saisonbeginn war der Klassenerhalt. "Den", meint der 30-jährige Spielertrainer, "müssten wir mit dem bisher Erreichten schon geschafft haben. So selbstbewusst sind wir schon, das sagen zu können." Zunächst einmal soll nach der Winterpause schnell die 40-Punkte-Marke erreicht werden. Dann könne man auch etwas probieren: Etwa die spielerische Weiterentwicklung fördern. Ambitionen nach oben, in Richtung Landesliga, hegen weder Most noch die Vereinsverantwortlichen. "Das ist kein Thema." Aus der bisherigen Mannschaft will er eigentlich keinen Spieler hervorheben. "Alle spielen eine gute Saison." Den jungen Andreas Lorenz (19) nennt er aber dann doch. Der offensive Mittelfeldspieler habe ein gute Entwicklung genommen. Zugute kam der SpVgg auch, dass die Spieler, die ab und an aus der zweiten Mannschaft nachrückten, sich gut einfügten.

Zechmann führt klar

Most selbst führt mit Christian Zechmann auf dem Spielfeld und daneben die Regie bei der SpVgg. Mit Zechmann bespricht er immer wieder die Trainingseinheiten. "Wir arbeiten da gut zusammen", sagt Most. Zechmann, der schon Bayernliga gespielt hat, ist natürlich die Führungsfigur im Team. Mit 12 Saisontoren führt er die interne Torjägerliste klar an. Und das, obwohl er in drei Spielen verletzungsbedingt gefehlt hat. Aber auch in den Partien, in denen Zechmann ausgefallen war, holte die SpVgg sieben Punkte. Most: "Es war für die Spieler wichtig, zu sehen, dass es auch mal ohne Christian läuft."

Bei einem Zwischenfazit liegen die Pfreimder sogar ganz vorne. In der Auswärtsbilanz führen sie mit 17 Punkten vor der DJK Gebenbach und dem SV Hahnbach - und das mit negativem Torverhältnis (19:20). Aber da verhagelten die beiden hohen Niederlagen in Grafenwöhr (2:6) und Plößberg (2:5) etwas die Bilanz. Solche Aussetzer hat eine junge Mannschaft nun mal. Insgesamt sieht Most aber auch da eine positive Entwicklung: "Auswärts treten wir in dieser Saison viel mutiger auf."
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