Da hilft nur eine Rüstung aus Stahl und Eisen

Mehrere Bäume sind ihm schon zum Opfer gefallen. Der Unbekannte, der sie gefällt hat, war wahrscheinlich im Schlagschatten des nahen Schwarzen Berges am Werk - im fahlen Mondlicht der vergangenen Tage. Also Nachtarbeit, nicht Schwarzarbeit! Der Tatort liegt im Lauterachtal, ganz in der Nähe von Adertshausen, an der Lauterach.

Das jüngste Beutestück ist fast schon astfrei - und wartet auf den Abtransport. Die Äste sind sicherlich schon irgendwo am Ufer der Lauterach für den Bau einer Biberburg verwendet worden. Im Ort verfolgt man das Treiben mit Unbehagen. Die Adertshausener hoffen, dass der emsige Nager nicht ins Dorf kommt, denn dort wären die Schäden um ein Vielfaches größer. Schließlich ist es in den vergangenen Jahren schon einmal passiert, dass ein Baumstamm im Triebwerk-Kanal des Kleinkraftwasserwerkes im Dorf angeschwemmt wurde.

Ein anderes Mal hat Herr Biberpelz den Radweg unterhöhlt, um in das benachbarte Getreidefeld zu kommen. Nur aufmerksamen Radwegnutzern ist es zu verdanken, dass durch das Biberloch mitten in der Teerdecke niemand zu Schaden gekommen ist. Mit mehrere Schubkarren Schotter und Beton wurde der Schaden behoben. Ein überfahrener Biber auf Höhe des Schwarzen Berges hat schon einmal einen Blechschaden an einem Pkw verursacht. Der Autobesitzer blieb damals auf den Kosten sitzen.

In Adertshausen selbst sieht man derweil schon die ersten Vorsichtsmaßnahmen: Ganz wehrlos will man sich hier nicht seinem Schicksal ergeben. Um mehrere Obstbäume an der Lauterach wurde bissfestes Gittergewebe um die Stämme gezogen.

Stahldraht und Eisenstäbe wird wohl auch der Adertshausener Biber nicht knacken können.
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