"Da Huawa, da Meier und i" begeistern beim Vereinsjubiläum 700 Gäste - Ein Wiedersehen im ...
Kult-Trio gibt im Kirwa-Zelt Vollgas

Manfred Reng, der Vorsitzende der Kirwaleit Kemnath am Buchberg, ist rundum zufrieden mit dem 25. Gründungsjubiläum seines Vereins. "Da Huawa, da Meier und i" begeisterte das Publikum. Bild: mm
Kemnath am Buchberg. (mm) Das Festzelt bebt beim Auftritt von "Da Huawa, da Meier und i". Dreieinhalb Stunden lang geben die Kult-Musiker Vollgas. Die Kirwaleit von Kemnath am Buchberg feiern am Kirwamontag mit dem Konzert ein grandioses Finale ihres 25. Vereinsjubiläums.

Direkt vor der Bühne hängt unter dem Zeltdach ein Sautrog: Die Kirwaburschen Franz Hüttner und Alexander Plößl recken begeistert die Hände in die Höhe und schwingen im Takt mit. Unten klatschen zur Musik frenetisch die 700 Zuschauer. Die Stimmung in der vollen "Bude" könnte nicht besser sein. Von der ersten Minute an hat die Band die Masse im Griff. Das Trio bestellt mit lautstarker Unterstützung des Publikums beim Refrain "des guate, g'schmackige, bayerische Bier" und bekommt prompt sechs Maß auf die Bühne geliefert, weil gleichzeitig eine Bedienung und auch noch ein Helfer direkt vom Ausschank starten. Kein Problem: "Zruckgebn wird nix".

Windrad auf den Kirchturm

Der Schweiß fließt in Strömen bei Christian Maier ("da Huawa"), Matthias Meier ("da Meier") und Siegi Mühlbauer ("i"). Die drei reißen die Zuhörer mit, die beim Singen, Klatschen und Schunkeln ebenfalls kaum zu bremsen sind. Die Botschaft in den Liedern ist meist witzig verpackt - trotzdem voller Hintersinn. Mit Humor und Ironie kommen zum Beispiel kritische Anmerkungen über Agrarpolitik, Fleischerzeugung, Windkraftwerke, Solarstrom, Maisanbau und Biogasanlagen an. "Da Huwa" und "da Meier" stellen dabei sogar lokalen Bezug her und fragen, ob eines der beiden Windräder unmittelbar neben Kemnath nicht gleich auf dem Kirchturm installiert hätte werden können, bei dessen Dach anscheinend das Kupferblech nicht gereicht hat. Da hätte man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können.

Dann kommt das Kirwa-Paar zur Verstärkung auf die Bühne: Christina Ott und Stefan Gräf halten die Plakate mit dem Frage- und Antwort-Text für das Publikum, während die Band beschreibt, wie schwierig es für einen Kerl ist, im Höllenlärm einer leider so modernen Zelt-Disko ein fremdes Mädchen anzubaggern.

Sag nicht "tschüss"

Nach einer nur kurzen Pause stehen in der zweiten Runde mehrere Songs aus dem neuen Programm "d' Würfel san rund" auf dem Programm. Es geht um Kinderstars, schmalzige Volksmusik-Sendungen a la "Silbereisen" und Casting-Shows. Zwischendrin wird es mucksmäuschenstill - Christian Maier nimmt die Leute mit an den "Blauen See". Viel Nachdruck steckt hinter seiner Botschaft, die eigenen Wurzeln zu pflegen: "Bittschön sog net immer tschüss, wennst gehst!", lautet der Titel.

Dann ein fulminantes Finale. Die meisten haben auch nach fünf Zugaben nicht genug, aber um Mitternacht ist Schluss. Zum Trost verspricht Siegi Mühlbauer, 2016 wieder zu kommen. Er hat in Kemnath die Wirtin Ingrid Luber kennen gelernt und will dafür sorgen, dass der legendäre, aber inzwischen fast das ganze Jahr leer stehende Luber-Saal wieder einmal aus allen Nähten platzt. (Hintergrund)
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