Dämpfer im letzten Testspiel

Vier Vorbereitungsspiele hatte der SV Etzenricht zuvor gewonnen, am Samstagnachmittag setzte es bei der Generalprobe eine 1:2-Niederlage gegen den FC Vorwärts Röslau. Das Bild zeigt eine Szene mit den Etzenrichtern AndyMark (links) und Uli Herrmann (rechts), die den Röslauer Fabian Sticht attackieren. Bild: war

Es war trotz hochsommerlicher Temperaturen ein rassiges Testspiel mit einem kontrastreichen Verlauf. Das Ergebnisse hatte sich der SV Etzenricht aber anders vorgestellt.

Etzenricht. (war) Der SV Etzenricht verlor das Testspiel gegen den FC Vorwärts Röslau mit 1:2. Vielleicht kam der Dämpfer nach den vier zuvor gewonnenen Vorbereitungsspielen zur rechten Zeit und führt zu erhöhter Aufmerksamkeit bei dem bereits am Freitag an gleicher Stelle folgenden Auftaktspiel gegen den SV Hutthurm.

Röslau präsentierte sich zumindest vor der Pause in blendender Form für die neue Serie. "Gut so Jungs, so ist es in Ordnung" - oder "einwandfreier Spielzug" - kommentierte FC-Trainer Rüdiger Fuhrmann, sonst eher zurückhaltend, die Spielzüge seiner Truppe in der Startphase. Nach weniger als 10 Minuten lag der SVE auch mit 0:2 hinten.

Ideal herausgespielt war die Führung. Einer Balleroberung im Mittelfeld folgte die schnelle Vorwärtsbewegung über nur zwei Stationen und der agile Patrick Lima ließ den Ball im Netz zappeln. Treffer zwei entwickelte sich über die rechte Angriffsseite. Eine flach und scharf von der Außenlinie ins Sturmzentrum gespielte Vorlage räumte der FCV-Torschütze vom Dienst, Markus Walther, mühelos über die Linie.

Trotz erkennbarem Bemühen bekam die Heimelf eine halbe Stunde keinen Zugriff, Angriffsversuche verpufften im Mittelfeld. Bei den Oberfranken lief alles wie am Schnürchen. Sie hatten gefühlte 70 Prozent Ballbesitz. Das erste Etzenrichter Ausrufezeichen in der Offensive setzte Martin Pasieka nach 27 Minuten. Seinen Knaller aus 15 Metern klärte Röslaus Torwart Sebastian Blechschmidt mit den Fäusten, Pasieka legte eine Kopfballvorlage nach und Andreas Schimmerer traf ebenfalls mit einem Köpfler nur den Pfosten. Eine heikle Situation für die Gäste entstand fünf Minuten vor der Pause als der alleine auf das Tor stürmende Andreas Koppmann vom "letzten Mann" an der Strafraumkante ausgebremst wurde. Der vom guten Schiri Constantin Scharf verhängte Freistoß brachte nichts ein.

Rüdiger Fuhrmann sah seine Elf in der Summe im Vorteil, räumte ein, dass sein Team dem hohen Tempo nach dem Wiederanpfiff Tribut zollen musste. Seine Bilanz: "Ein gutklassiges Fußballspiel wir haben Etzenricht mit unserem schnellen Umschaltspiel in Verlegenheit gebracht und daher verdient gesiegt." Nach einer Stunde vollzog er auch einen Wechsel en block und brachte fünf frische Spieler.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Sportverein die Zügel in die Hand genommen. Der Anschlusstreffer, erzielt mit der Brechstange von Klaus Moucha, war überfällig. Diverse Ecken belegten, dass der SVE druckvoll anstürmte und eine Resultats-Verbesserung anstrebte. Gefährlich wurde es für den Landesligisten aus der Nordost-Gruppe immer, wenn Koppmann über die Flügel in Szene gesetzt wurde.

Michael Rösch wechselte dosiert aus, brachte Florian Hagn auf die Außenverteidiger-Position, polte Uli Herrmann als "Sechser" um, da Klaus Herrmann am Samstag verhindert war. Röslau stand tief, fuhr noch zwei Konter Marco Siniawa (68.) und Lukas Jankovsky (80.). SV-Trainer Rösch erkannte die Leistungssteigerung seiner Elf in den zweiten 45 Minuten durchaus an: "Mein Fazit daraus lautet, dass wir sehr wohl etwas bewegen können, wenn jeder der auf dem Platz ist,auch an sein Limit geht."
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