Dank Depressionsbewältigungsgruppe der Diakonie zurück ins Leben
"Ich traue mir jetzt mehr zu"

Anleitung zur Bewältigung einer Depression im Alter gaben im Diakonie- Zentrum Sozialpädagoge Burkhard Schattenmann und Diplompsychologin Margit Breit. Bild: hfz
Schwandorf. Der Lebenspartner stirbt, der Kontakt zu den Kindern bricht ab, Krankheiten machen das Leben schwer - ältere Menschen erleben oft Schicksalsschläge, durch die sie eine Depression entwickeln können. Für Menschen ab 50 Jahren haben deshalb Diplom-Psychologin Margit Breit und Sozialpädagoge Burkhard Schattenmann von der Diakonie eine Depressionsbewältigungsgruppe angeleitet.

Anfangs hat Petra S. sich etwas zwingen müssen. Doch sie hat durchgehalten. Sie ist jede Woche zur Gruppe ins Schwandorfer Diakonie Zentrum gegangen. Dort hat sie gemerkt, dass sie nicht die einzige ist, die oft so gar keine Energie hat, die sich nur schwer den Anforderungen des Alltags stellen kann. Petra S. konnte sich endlich mit anderen Betroffenen austauschen, die sie verstehen. Und sie bekam vor allem auch Information zur Depression und Anleitung, sie zu überwinden .

Selbstsicher werden

Insgesamt zehn Teilnehmer lernten in einem Zwölf-Schritte-Programm, was sie gegen ihre Depression tun können: Sich angenehme Tätigkeiten vornehmen und diese einüben. Erkennen, welche Auswirkungen positive oder negative Gedanken auf das Befinden haben und lernen, negative Gedanken zu stoppen. Im Laufe der Sitzungen ging es dann auch um die Stärkung von Selbstsicherheit, von sozialen Kontakten und auch sozialer Kompetenz mittels Rollenspielen.

In wöchentlichen Hausaufgaben waren die Teilnehmer gefordert, sich neuen Herausforderungen zu stellen, Neues auszuprobieren und dies in Protokollen festzuhalten. So wurden die zwölf Wochen für die Teilnehmer eine Zeit intensiven Lernens. Petra S. hat nach den zwölf Wochen gemerkt, dass sie langsam an Selbstsicherheit gewinnt: "Ich traue mir mehr zu", war ihr Fazit. Gut getan hat den anderen Teilnehmern, dass jeder in der Gruppe ernstgenommen wurde, dass man sich zugehört hat und offen miteinander reden konnte. Auch haben viele das erste Mal wieder ein positives Feedback erhalten und Vertrauen entwickeln können.

Weiter vertiefen

Damit das zwölfwöchige Programm auch dauerhaft gegen Depression wirkt, haben die Psychologin Margit Breit und Sozialpädagoge Burkhard Schattenmann den Teilnehmern ein Script an die Hand gegeben, mit dem sie Erlerntes weiter üben und vertiefen können. In zwei Monaten wird es ein Nachtreffen geben um zu sehen, was geholfen hat .
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